Westkanada Route für 2 Wochen + Tipps für die Nebensaison

Westkanada Route für 2 Wochen + Tipps für die Nebensaison

Welche ist die beste Westkanada Route für 2 Wochen? Und dann auch noch in der Nebensaison? Das waren die Fragen der Fragen vor unserer Kanada-Reise. Mein Routenvorschlag, was Du in der Nebensaison alles beachten musst und warum es sich trotzdem lohnt liest Du in diesem Beitrag. Los geht’s!

Kanada in der Nebensaison: Wann ist die Nebensaison?

Kanada ist sowohl ein beliebtes Sommer- als auch ein Winterreiseziel. Als Nebensaison wird die Zeit von Mitte April bis Mitte Juni und die Zeit von Oktober bis Ende November bezeichnet. Oft ist es dann zu kalt für die Sommer- und nicht kalt genug für die Winteraktivitäten.

Kanada in der Nebensaison: Warum es sich lohnt!

Echte Wildnis: West-Kanada ist im Trend. Aus diesem Grund kommt das “Into the Wild”-Feeling, weit weg von der Zivilisation inmitten der Natur zu sein, in der Hauptsaison nur schwer auf. Wir reisten im Mai und übernachteten teilweise auf Campingplätzen, die für mehrere hundert Camper ausgelegt waren, zu unserer Reisezeit aber beinahe leer waren. In der Hochsaison sind nicht nur diese Campingplätze restlos ausgebucht sondern es werden sogar noch sogenannte “Overflow”-Campingplätze in Gebrauch genommen. Wer also auf der Suche nach Ruhe und Einsamkeit ist sollte definitiv die Nebensaison für eine Reise wählen.

Preise: In der Nebensaison kannst Du für Flugtickets, Mietwagen, Camper und Unterkünfte richtige Schnäppchen machen. Wir profitierten beispielsweise von einem Frühbucher-Angebot von Fraserway Rentals, sodass uns 2 Wochen für 4 Personen im 9,6 m-Camper nur ca. 140,- Euro pro Person kosteten. Dazu kamen Retourflüge von Amsterdam nach Vancouver für 560,- Euro. Macht 700,- Euro für Flüge und Camper. Kann sich sehen lassen, oder?

Reservieren von Campingplätzen: Aufgrund der relativ geringen Anzahl Touristen, die unterwegs sind ist es in den meisten Fällen unnötig, Campingplätze vorab zu reservieren. So können Pläne spontan umgeschmissen werden und man bleibt flexibel. Gut zu wissen: Die Kanadier haben jeden Monat einen Feiertag, welcher meistens dazu genutzt wird ein paar Tage in der Natur zu verbringen. In den großen Nationalparks (Banff, Jasper und Yoho) ist eine Reservierung an Feiertagen dringend empfohlen. Eine Übersicht der Feiertage in Kanada findest Du auf dieser Webseite.

Westkanada Route für 2 Wochen + Tipps für die Nebensaison (1)

Kanada in der Nebensaison: Das musst Du beachten

Das Wetter: Bei Reisen in der Nebensaison muss man mit extremeren Wetterbedingungen rechnen. Während unserer 2-wöchigen Reise im Mai hatten wir 25 Grad und Sonnenschein, genauso wie -5 Grad und Schnee. Sich für alle Wetterlagen zu rüsten ist also die Devise.

Schließung bestimmter Straßen: Durch Schnee und Eis bedingt sind einige Straßen in den Rocky Mountains lediglich in den Sommermonaten (zwischen Ende Juni und Anfang September) geöffnet. Somit bleibt der Zugang zu bestimmten Sehenswürdigkeiten in der Nebensaison verwehrt. Selbst der Icefields Parkway kann nach starkem Schneefall oder Lawinen spontan für einige Tage geschlossen werden. Einige geschlossene Straßen in der Nebensaison in den kanadischen Rocky Mountains sind: 

  • Yoho Valley Road zu den Takkakkaw-Falls (Yoho Nationalpark): Anfang Oktober bis Ende Juni
  • Straße zum Lake O’Hara (Yoho Nationalpark): Anfang Oktober bis Mitte Juni (Achtung: kann selbst wenn geöffnet nur per Bus oder zu Fuß erreicht werden (11 km))
  • Straße zum Moraine Lake (Banff Nationalpark): Anfang/ Mitte Oktober bis Mitte/ Ende Mai
  • Lake Minnewaka Loop (westlicher Teil): November bis Mai
  • Straße zum Mount Edith Cavell (Jasper Nationalpark): Anfang Oktober bis Mitte Juni

Schließung Campingplätze: Die meisten Campingplätze in den Rocky Mountains sind von Mitte Mai bis Mitte/ Ende September geöffnet. Die genauen Öffnungszeiten der verschiedenen Campingplätze im Yoho Nationalpark findest Du hier, im Banff Nationalpark hier und im Jasper Nationalpark hier. Über die Wintermonate geöffnet sind im Banff Nationalpark der Tunnel Mountain Village II und Lake Louise Campground. Einige Wintercampingplätze im Jasper Nationalpark findest Du hier.

Schließung touristischer Attraktionen: Aufgrund des Wetters und der geringeren Nachfrage sind auch touristische Attraktionen in der Nebensaison nur bedingt geöffnet. Beispiele dafür sind die

  • Jasper Tramway: geschlossen von Ende Oktober bis Anfang April
  • Maligne Bootsfahrt: geschlossen von Anfang/ Mitte Oktober bis Ende Mai/ Anfang Juni
  • Miette Hotsprings: geschlossen von Mitte Oktober bis Anfang Mai
  • Maligne Canyon: geöffnet aber sollte im Winter am besten mit Guide und entsprechender Ausrüstung betreten werden
  • White Water Rafting Kicking Horse: geschlossen von Oktober bis April

Westkanada Route für 2 Wochen + Tipps für die Nebensaison (1)

Kanada in der Nebensaison: Welche Farbe haben die Seen?

Die kanadischen Rocky Mountains sind bekannt für ihre intensiv türkis leuchtenden Seen. Was die meisten jedoch nicht wissen: Diese Farbe währt nicht zu jeder Jahreszeit, sie entsteht aus einem Zusammenspiel von Licht, Gletscherwasser und dem Kalkgestein der Berge (sogenanntes Rock Flour). Die Konzentration des Rock Flours, welche dem See eine milchig-türkise Farbe verleiht ist im August am höchsten, in den Wintermonaten, wenn der See gefroeren ist sinkt es auf den Boden des Sees hinunter und lässt den See bei der Eisschmelze klar und tiefblau erscheinen. Der bekannte Lake Louise beispielsweise erhält seine typische Farbe erst Ende Mai/ Anfang Juni, wenn das Eis komplett geschmolzen ist, beim Moraine Lake dauert dies sogar bis Mitte Juni. Natürlich ist dies von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Wer aber auf Nummer sicher gehen will reist zwischen Ende Juni und Anfang September.

Westkanada Route für 2 Wochen + Tipps für die Nebensaison (1)

Westkanada Route für 2 Wochen

TAG 01 | Ankunft Vancouver

TAG 02 | Vancouver

TAG 03 | Camperübernahme, Vancouver – Quilchena

TAG 04 | Fahrtag Quilchena – Golden

TAG 05 | Golden – Emerald Lake – Banff

TAG 06 | Banff – Sulphur Mountain – Lake Louise

TAG 07 | Lake Louise – Icefields Parkways – Columbia Icefield Centre

TAG 08 | Columbia Icefield Centre – Athabasca Glacier – Icefields Parkway – Jasper

TAG 09 | Jasper – Maligne Lake – Jasper

TAG 10 | Jasper – Mount Robson

TAG 11 | Mount Robson – Wells Gray

TAG 12 | Wellys Gray – Bridge Lake

TAG 13 | Bridge Lake (Ranchaufenthalt)

TAG 14 | Bridge Lake – Whistler

TAG 15 | Whistler

TAG 16 | Whistler – Vancouver

TAG 17 | Camperrückgabe in Vancouver, abends Rückflug

Highlights unserer Westkanada-Rundreise

Top 10 Westkanada Highlights (in 2 Wochen)
Die absoluten Highlights meiner Reise durch West-Kanada (+ Tipps) liest Du im Beitrag: „Top 10 Westkanada Highlights (in 2 Wochen)“.

 

Ausführlicher Reiseverlauf für Westkanada in 2 Wochen

Den ausführlichen Verlauf unserer Reise durch Kanadas Westen findest Du hier:

 

Westkanada Route für 2 Wochen + Tipps für die NebensaisonTAG 01 | Hallo Kanada!

Ich empfehle wenn möglich abends in Vancouver zu landen. So kann man direkt ins Hotelbett und wirkt so dem Jetlag entgegen.

 

 

 

 

 

 

TAG 02 | 24 Stunden in Vancouver

24 Stunden in Vancouver - auf kulinarischen Pfaden (8)

Ein Tag in Vancouver sollte mit einem leckeren Brunch gestartet werden, hierfür kann ich das Medina Cafe empfehlen. Danach steht eine Radtour durch die Stadt zu Granville Island und einem Abstecher auf dem Granville Island Public Markt, bei dem man sich mit Leckereien für ein Picknick eindecken kann. Dieses hält man dann in der grünen Lunge der Stadt, dem Stanley Park, mit Blick auf die Skyline Vancouvers. Anschließend empfehle ich die Main Street Hidden Gem Food Tour, bei der man nicht nur jede Menge über Vancouver sondern auch über die kulinarischen Leckerheiten erfährt, die es zu bieten hat. Wer danach noch Energie hat, stattet dem Shipyard Night Market in North Vancouver mit Food Trucks und Live Musik einen Besuch ab.

 

 

 

TAG 03 | Und die Reise beginnt…   

Westkanada Route für 2 Wochen + Tipps für die Nebensaison

Vor der Camperübernahme sollte man sich noch einmal gut stärken, hierfür ist das Twisted Fork Bistro mehr als geeignet. Danach geht es mit dem Shuttlebus zum Camperverleih. Nach der Camperübernahme geht die Reise los Richtung Nordosten, mit Zwischenstopp im Canadian Superstore (z.B. in Chilliwack) um sich mit Lebensmitteln einzudecken. Auf dem Weg lohnt eine Besichtigung der historischen Nicola Ranch. Schließlich direkt am See mit einem ersten Lagerfeuer campen.

  • Start/Ziel: Vancouver – Quilchena
  • Gefahrene Strecke: 270 km
  • Campingplatz: Monck Park Campground (sehr idyllisch und ruhig direkt am See, kein Strom)
  • Tipp: Für die Camperübernahme sollte man ausreichend Zeit einplanen, zum Papierkram kommt auch noch eine Einweisung.

 

Westkanada Route für 2 Wochen + Tipps für die Nebensaison

 

TAG 04 | On the road…

An Tag 4 geht es vor allem um eines: Kilometer zurücklegen. Die vorbeiziehende Landschaft lässt dabei keine Langeweile aufkommen.

  • Start/Ziel: Quilchena – Golden
  • Gefahrene Strecke: 445 km
  • Campingplatz: Whispering Spruce Campground (in Straßennähe im Wald, etwas veraltet aber mit WLAN und Strom)

 

 

 

Westkanada Route für 2 Wochen + Tipps für die NebensaisonTAG 05 | Wunderbarer Emerald Lake

Der erste Stopp des Tages gilt dem Emerald Lake, dem ersten Highlight der Reise. Dieser größte See des Yoho Nationalparks liegt eingebettet zwischen Bergen und Wald und beeindruckt mit seiner Größe, der idyllischen Lage und seinem Farbspiel. Auf keinen Fall verpassen sollte man die 5,2 km lange Rundwanderung um den See. Anschließend kann man noch einen kurzen Stopp bei der nahegelegenen Natural Bridge einlegen. Weiter geht die Fahrt nach Banff, wo man unbedingt einen Beaver Tail (längliches frittiertes Gebäck mit Wunschbelag) im “Beaver Tails” probieren sollte.

  • Start/Ziel: Golden – Banff
  • Gefahrene Strecke: 158 km
  • Campingplatz: Two Jack Lakeside (direkt am See, kein Strom)
  • Wanderung: Toller Wanderweg um den Emerald Lake (5,2 km, wenig Höhenunterschied)
  • Achtung: Zeitumstellung unterwegs, eine Stunde vorstellen. Kein Feuerholz über die Provinzgrenzen von British Columbia/ Alberta transportieren
  • Tipp: Den Nationalparkpass erhält man in jedem Visitor Center oder an der Zufahrt des Nationalparks in einer Rangerstation

 

Westkanada Route für 2 Wochen + Tipps für die NebensaisonTAG 06| Hoch hinaus

Heute geht es hoch hinaus: Es geht auf den Sulphur Mountain, welchen man entweder in 2-3 Stunden zu Fuß oder in wenigen Minuten mit der Gondel erreicht. Von oben bietet sich einem ein wunderbarer Panoramablick über Banff und das gesamte Umland. Möglicher anschließender Programmpunkt: Baden in den Banff Upper Hot Springs. Auf dem Weg nach Lake Louise lohnt es sich den Highway 1A einzuschlagen, hier stehen die Chancen wilde Tiere zu sichten hoch. Der legendäre Lake Louise gehört zu den Must See’s der Reise. Entweder man gönnt sich dort eine Tasse heiße Schokolade mit Seeblick im Fairmont Château Lake Louise oder geht die körperliche Ertüchtigung des Plain of Six Glaciers Trail an.

  • Start/Ziel: Banff – Lake Louise
  • Gefahrene Strecke: 59 km
  • Campingplatz: Lake Louise Trailer (groß, unpersönlich, direkt neben den Gleisen)
  • Wanderung: Plain of Six Glaciers Trail (11 km, 365 m Höhenunterschied)
  • Tipp: Highway 1 A nehmen, hohe Chance wilde Tiere zu sehen

Westkanada Highlights in 2 Wochen - Peyto LakeTAG 07 | Der sagenhafte Icefields Parkway

Der Icefields Parkway, die 230 km lange Strecke zwischen Lake Louise und Jasper, gilt als eine der landschaftlich spektakulärsten Straßen Kanadas. Und das ganz zu Recht. Oft weiß man gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Es lohnt sich, am Herbert Lake und dem Aussichtspunkt zum Hektor Lake Halt zu machen und danach beim Bow Lake zu parken. Vom Parkplatz aus führt ein empfehlenswerter Wanderweg zu den Bow Falls am Fuße des Bow Glaciers. Anschließend fährt man die wenigen Kilometer zum nächsten Highlight: dem Peyto Lake. Weiter geht die Fahrt über den Icefields Parkway bis hin zum majestätischen Athabasca Gletscher, dessen Ausläufer direkt neben der Straße beginnen.   

  • Start/Ziel: Lake Louise – Athabasca Glacier
  • Gefahrene Strecke: 130 km
  • Campingplatz: Columbia Icefield RV (Asphaltierte Parkplätze mit Sicht auf den Athabasca Glacier)
  • Wanderung: Empfehlenswerte Wanderung vom Bow Lake zu den Bow Falls am Fuße des Bow Glaciers (10 km Retour, wenig Steigung)
  • Achtung: Auf dem gesamten Icefields Parkway gibt es keinen Handyempfang und nur eine Versorgungsstation am Saskatchewan River Crossing
  • Tipp: Wanderung vom Num-Ti-Jah Lodge am Bow Lake zu den Bow Glacier Falls am Fuß des Bow Glaciers (10 km Retour)

Westkanada Route für 2 Wochen + Tipps für die Nebensaison
TAG 08 | Icefields Parkways die Zweite

Am Morgen lohnt sich die kurze Wanderung zu den Ausläufern des Athabasca Gletschers, alternativ kann der Parker Ridge Trail mit tollen Ausblicken auf den Saskatchewan Gletscher bewandert werden. Wer noch näher an einen Gletscher ran will hat die Möglichkeit sich mit einem sogenannten Snow Coach direkt auf den Gletscher fahren zu lassen oder eine geführte Gletscherwanderung zu unternehmen. Anschließend lohnen Stopps bei den Sunwapta und den Athabasca Falls. Im gemütlichen Örtchen Jasper gibt es nicht nur einen Supermarkt, Tankstellen und eine Visitor Information sondern auch Cafés wie das The Other Paw Café, die zum Verweilen einladen.

  • Start/Ziel: Columbia Icefield Centre – Jasper
  • Gefahrene Strecke: 103 km
  • Campingplatz: Whistlers Campground (Groß aber wirkt sehr privat, Lage sehr schön und ruhig mitten im Wald)
  • Wanderung: Parker Ridge Trail (10 km Retour, 275 m Höhenunterschied)

 

Westkanada Route für 2 Wochen + Tipps für die NebensaisonTAG 09 | Ein toller Tagesausflug von Jasper

Ein lohnenswerter Tagesausflug von Jasper aus führt über den sehenswerten Maligne Canyon und den Medicine Lake zum Beginn des 22,5 km langen Maligne Lakes. Von hier aus kann man Bootstouren über den See und zu Spirit Island, einer echten Postkarteninsel und einem der beliebtesten Fotospots Kanadas unternehmen. Auch Kanufahren oder Wandern ist hier möglich. Die Wanderstiefel zu schnüren lohnt sich für den Opal Hills Trail mit phantastischem Blick über das Maligne Tal. Alternativ kann man auf den Spuren der Entdeckerin des Sees auf dem Mary Schäffer Loop wandeln.

  • Start/Ziel: Jasper – Maligne Lake – Jasper
  • Gefahrene Strecke: 97 km 
  • Wanderungen: Opal Hills Wanderung (8,2 km Retour, 460 m Höhenunterschied) oder Mary Schäffer Loop (3 km, kaum Steigung)

Westkanada Route für 2 Wochen + Tipps für die Nebensaison
TAG 10 | Majestätischer Mount Robson

An Tag 10 führt die Fahrt zum Mount Robson Park, welcher nach dem mit stolzen 3954 m höchsten Berg der kanadischen Rockies benannt ist. Der 3-tägige Berg Lake Trail gilt als eine der schönsten Wanderungen Kanadas. Wer nicht genug Zeit mitbringt für die komplette Route sollte zumindest das Teilstück bis zum glasklaren und türkis schimmernden Kinney Lake wandern. Wundervoll!

  • Start/Ziel: Jasper – Mount Robson
  • Gefahrene Strecke: 87 km
  • Campingplatz: Robson Meadows (spiralförmig im Wald angelegt, viel Platz und günstig)
  • Wanderung: Berg Lake Trail bis zum Kinney Lake (9 km Retour)

 

TAG 11 |  Wells Gray
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Heute heißt es einige Kilometer zurücklegen bevor man am noch weitestgehend unberührten Wells Gray Provincial Park in den Cariboo Mountains ankommt. Durch die abwechslungsreiche Landschaft ist Wells Gray ein beliebtes Ziel für Wanderer, Kanu- und Kajakfahrer aber auch Reiter. Die spektakulären Helmcken Falls sind mit 141 m die vierthöchsten Wasserfälle Kanadas und lohnen einen Besuch. Schön ist auch der Helmcken Falls Rim Trail, welcher den Murtle Rivers bis zum Wasserfall begleitet.

  • Start/Ziel: Mount Robson – Wells Gray
  • Gefahrene Strecke: 277 km
  • Campingplatz: Wells Gray Golf Resort & RV Park (eher unspektakulär am Golfplatz aber gute Einrichtungen)
  • Wanderung: Helmcken Falls Rim Trail (8 km Retour)

 

 

Westkanada Route für 2 Wochen + Tipps für die NebensaisonTAG 12 + 13 | Zeit für die Cowboystiefel

Einmal im Leben Cowboy bzw. Cowgirl sein… Wer träumt nicht davon? Nirgendwo lässt sich dieser Traum besser erfüllen als in Kanadas Cowboy Country – der Region Cariboo-Chilcotin! Klare Seen, dichte Wälder und weite Weiden: Der perfekte Ort für eine flotte Reitpartie, Kanufahren (wer wünscht sogar mit Angelpartie) und jede Menge Lagerfeuerromantik auf einer echten Ranch!

  • Start/Ziel: Wells Gray – Bridge Lake
  • Gefahrene Strecke: 127 km
  • Campingplatz: auf der Crystal Waters Guest Ranch (3 Wohnmobilstellplätze)
  • Aktivitäten: Kanu mieten kostet $15 für den halben Tag, 2-stündiger Ausritte $69 pro Person (exklusive Tax), 4-stündiger Ausritt mit Lunch $149 (exklusive Tax)

 

 

Westkanada Route für 2 Wochen + Tipps für die NebensaisonTAG 14 | Auf den Spuren der Goldgräber

Die heutige Route führt entlang des legendären Cariboo Gold Trail welcher hoffnungsvolle Goldgräber von Lillooet (Mile 0) in den Norden führte. Orte wie 70 Mile House and 100 Mile House markieren den Standort von ehemaligen Rasthäusern. Im 70 Mile House kann man heutzutage kanadische Spezialitäten wie Poutine verkosten und obendrein sehr leckeres Ahornsirup kaufen. Nach Lillooet beginnt die ebenso landschaftlich spektakuläre wie auch kurvige Duffey Lake Road, wie der Highway 99 auch genannt wird.

  • Start/Ziel: Bridge Lake – Whistler
  • Gefahrene Strecke: 313 km
  • Campingplatz: Riverside RV Resort & Campground, 1,5 km nördlich von Whistler Village, welches zu Fuß bequem über den Valley Trail erreicht werden kann
  • Tipp: Ahornsirup kaufen in der Sugar Shack im 70 Mile House

 

Westkanada Route für 2 Wochen + Tipps für die NebensaisonTAG 15 | Whistler, die Stadt mit den vielen Gesichtern

Whistler, eine Stadt, die nach dem Pfeifen (whistle) der Murmeltiere benannt ist, die in ihren Hängen hausen. Eine Stadt, die auf dem Handelsweg der amerikanischen Ureinwohner errichtet ist. Eine Stadt, die durch ihre Lage wie geschaffen ist für sämtliche Outdooraktivitäten und in der jeder sportlich zu sein scheint. Eine Stadt, die mit den Olympischen Winterspielen 2010 internationale Bekanntheit erreichte und sich dem Massentourismus öffnete. Für ein leckeres Frühstück empfehle ich das Riverside Restaurant des Riverside RV Resort & Campground. Danach lohnt es sich auf dem Weg nach Whistler Village einen Umweg über den Lost Lake zu unternehmen und für kurze Zeit komplett in die Natur einzutauchen. Whistler Village selbst ist sehr kompakt mit Supermarkt, Cafés und Shops. Kulturell interessierte erfahren im Squamish Lil’wat Cultural Centre mehr über die beiden First Nations Stämme, die in Whistler aufeinandertreffen. Wer hinterher noch Energie hat sollte sich auf die Suche nach den Train Wrecks, den – inzwischen mit Graffiti überzogenen – Überbleibseln von nach einem Unfall ausrangierten Zugwaggons im Wald bei Whistler machen. Für ein anschließendes Dinner bietet sich das Southside Diner an.

  • Kultur: Squamish Lil’wat Cultural Centre
  • Tipp: ausranchierte Zugwaggons (Train Wrecks) im Wald suchen
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TAG 16 | From Sea to Sky

Wie der Name bereits verrät verbindet die Straße zwischen Vancouver und Whistler mit dem wohlklingenden Namen Sea to Sky Highway das Meer mit dem Himmel bzw. den Bergen. Von hohen Bergen über tosende Wasserfälle bis hin zum Meer bekommt man auf der 133 km langen Strecke alles zu sehen. Anschließend lohnt ein Besuch der (im Gegensatz zur Capillano Suspension Bridge) kostenlosen Lynn Canyon Suspension Bridge mit anschließendem Spaziergang durch den verwunschenen Wald.

  • Start/Ziel: Whistler – Vancouver
  • Gefahrene Strecke: 139 km
  • Campingplatz: Burnaby Cariboo RV Park & Campground (extrem teuer und recht eng aber mit Swimming Pool und Whirlpool)

 

 

Westkanada Route für 2 Wochen + Tipps für die NebensaisonTAG 17 | Goodbye Kanada!

Der letzte Tag vergeht mit der Camperrückgabe und – wer will und ausreichend Zeit hat – einem erneuten Abstecher nach Vancouver bevor das Flugzeug Richtung Heimat startet.

 

 

 

 

 

 

 

Was hältst Du von dieser Westkanada Route für 2 Wochen? Hast Du noch Fragen? Dann schreib sie gerne in die Kommentare! 

Weiterlesen:

Kerstin
Verfolgen Kerstin:

Kerstin hat schon früh gemerkt, dass es sich lohnt, über den "Tellerrand" hinaus zu blicken und ihr Herz inzwischen an viele Orte verloren. Auf paradise-found.de schreibt sie von ihren Reiseerlebnissen, (versteckten) Lieblingsorten und gibt wertvolle Reisetipps.

20 Antworten

  1. Marion
    | Antworten

    Hallo Kerstin,
    die Route klingt super – und die tollen Bilder erst! Bisher war ich leider noch nicht in Kanada, aber die Lust darauf wird immer größer 🙂
    Liebe Grüße,
    Marion

    • Kerstin
      Kerstin
      | Antworten

      Dankeschön liebe Marion! Kanada ist wirklich toll und definitiv (mehr als) einen Besuch wert. Vor allem die Nebensaison hat für mich einen großen Reiz, weil man dann vieles noch ganz für sich selbst hat. 🙂
      Liebe Grüße,
      Kerstin

  2. Melli
    | Antworten

    die Route klingt echt super, nach Kanada will ich auch unbedingt nochmal, bisher war ich erst einmal im Osten in Toronto. wie lang ist denn die Route insgesammt? Die Strecken sind ja teilweise schon recht lang, da wären mir wahrscheinlich 3 Wochen Zeit schon lieber
    liebe grüße

    • Kerstin
      Kerstin
      | Antworten

      Hey Melli,
      Insgesamt kamen wir auf ca. 2000 Kilometer in 2 Wochen. Ja, eine Woche mehr wäre perfekt gewesen aber leider beschränkte sich unser Frühbucherangebot auf 2 Wochen. Uns war es wichtig viel Zeit in den Nationalparks zu verbringen, weswegen wir es in Kauf genommen haben 2 Fahrtage einzulegen.
      Liebe Grüße,
      Kerstin

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  5. Elisa
    | Antworten

    Hallo Kerstin,
    da fällt mir eigentlich nur eins ein: WOW! Was für ein informativer und schöner Beitrag. Kanada ist zwar schon auf einem der vorderen Plätze meiner Reisewunschliste, aber jetzt rutscht gleich mal die Nebensaison mehr in den Fokus. So schön!!!

    Lieben Gruß
    Elisa

    • Kerstin
      Kerstin
      | Antworten

      Hallo Elisa,
      Freut mich sehr, dass Dir mein Beitrag gefällt! Ich persönlich kann Kanada in der Nebensaison nur empfehlen, hatten mega das Glück mit dem Wetter und bis auf einen Tag Sonnenschein. Drücke Dir die Daumen, dass Dein Traum von Kanada bald wahr wird!
      Liebe Grüße,
      Kerstin

  6. Nadine Uzelino
    | Antworten

    Wahnsinn! So tolle Landschaften! 😀 Das ist ein schöner Bericht! lg Nadine von Nanniswelt

    • Kerstin
      Kerstin
      | Antworten

      Hallo Nadine,
      Ja, wenn Du unglaublich tolle Landschaften sehen willst solltest Du definitiv nach Kanada reisen. Einfach der Wahnsinn dort!
      Liebe Grüße,
      Kerstin

  7. Chris
    | Antworten

    Hallo Kerstin,
    in welcher Zeit habt Ihre Eure Tour gemacht ?
    Planen eine ähnliche nächstes Jahr vom 27.9.-14.10.2017 und da könnte ich noch ein paar Jahreszeit bedingte Infos brauchen.

    LG Chris

    • Kerstin
      Kerstin
      | Antworten

      Hallo Chris,
      wir waren Mitte bis Ende Mai in Kanada. Für Ende September – Anfang Oktober solltest Du vielleicht mal bei Inka von Blickgewinkelt oder Manuela von Seiltanz vorbeischauen, ich glaube die waren zu dieser Zeit dort.
      Liebe Grüße und noch viel Spaß bei der Vorbereitung! Wenn Du noch weitere Fragen an mich hast – gerne!
      Kerstin

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  11. Vanessa
    | Antworten

    Hi Kerstin, vielen Dank für diesen Bericht – ist genau, was ich suche! Bin Ende April beruflich in Vancouver und überlege, ab Mitte April mit Mann und Kind einen Urlaub vorzulagern. Wir hätten dann ca. 14 Tage, sind aber so unsicher wegen des Wetters und der Route…die, die Du beschreibst oder lieber “nur” Vancouver Island? Hast Du einen Tipp? Danke vorab und schöne Grüße, Vanessa

    • Kerstin
      Kerstin
      | Antworten

      Hallo Vanessa,

      freut mich, dass Dir mein Artikel weiterhilft. Ich würde sagen, es hängt ganz davon ab, was Ihr sehen und erleben möchtet.
      Mitte – Ende April ist in den Rocky Mountains noch sehr winterlich, wie oben beschrieben sind noch viele Straßen und Attraktionen geschlossen. Allerdings gibt es alternativ tolle Möglichkeiten für Winteraktivitäten wie Du bei meiner Bloggerkollegin Susi in diesem Artikel nachlesen kannst. Außerdem gibt es in diesem Artikel (auf Englisch) Vor- und Nachteile einer Reise in die Rockies im April.
      Vancouver Island im Frühling ist weniger winterlich als die Rocky Mountains, man kann bereits in den tieferen Lagen wandern (in den höheren Lagen erst später im Jahr) und man hat gute Chancen Wale und Bären zu sichten. Eine Kollegin von mir war letztes Jahr Ende April/ Anfang Mai dort und hatte fast durchgehend 15 Grad und Sonnenschein auf Vancouver Island. Das ist natürlich von Jahr zu Jahr unterschiedlich und auf keinen Fall selbstverständlich.

      Egal für was Ihr Euch letztendlich entscheidet, ich wünsche Euch ganz viel Spaß und eine tolle Zeit!

      Liebe Grüße,
      Kerstin

  12. Brigitte
    | Antworten

    Hallo Kerstin,

    vielen Dank für diese tolle Route! Wir planen auch gerade unseren Tripp nach Kanada und sind etwas lost, weil es so viele Orte und Sehenswürdigkeiten gibt…dein Beitrag hilft echt weiter.
    Hattest Du auf der Route das Gefühl, dass ihr zu viele KM gefahren seid, oder schnell weiter musstet?
    Wir waren letztes Jahr in Südafrika und sind auch viel gefahren, da kam irgendwie etwas Stress auf. Das wollen wir für Kanada vermeiden.
    Meinst Du mehrere Tage an einem Ort zu bleiben würde Sinn machen?

    Danke Dir & viele Grüße,
    Brigitte

    • Kerstin
      Kerstin
      | Antworten

      Hallo Brigitte,
      schön, dass Du auf meiner Webseite gelandet bist und dass Dir mein Artikel gefällt. Ich kenne das Gefühl, nur im Auto zu sitzen, ähnliches ist uns in Neuseeland passiert. Genau aus diesem Grund hatte ich die Route dieses Mal zu geplant, dass außer an 2 Fahrtagen die Distanzen relativ gering von Ort zu Ort sind. Wie Du in der Reiseroute siehst waren wir in Jasper 2 Nächte auf dem gleichen Campinplatz und haben von dort aus die Umgebung erkundet. Zudem waren wir noch 2 Tage auf einer Ranch im Cariboo. Beides kann ich sehr empfehlen. Mehrere Tage auf einem Campingplatz sorgen für mehr Ruhe, da man sich den Stress mit Check-in, Platz suchen etc. spart. Wenn Euch die Strecken trotzdem noch zu lang erscheinen würde ich Euch empfehlen, entweder eine Runde ab Calgary zu drehen oder Calgary bis Vancouver zu fahren (dann kommt aber noch ein One-way-fee obendrauf).
      Sag gerne Bescheid, wenn Ihr noch weitere Fragen habt!
      Schon jetzt ganz viel Spaß in Kanada (Ihr werdet es sicher lieben!) und liebe Grüße,
      Kerstin

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