Jordanien in 1 Woche: Route, Tipps und Reisevorbereitung

Jordanien in 1 Woche: Route, Reisevorbereitung und Tipps

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Das Gefühl des rostroten Wüstensandes zwischen den Zehen, der Geschmack des Toten Meersalzes auf den Lippen, der würzige Geruch der blühenden Wildkräuter und der wehmütige Klang der Berbermusik haben sich wohl für immer in meiner Erinnerung eingebrannt. Zeit für das letzte Puzzleteil meiner Jordanien-Reihe. Heute verrate ich Dir all meine Tipps zur Reisevorbereitung sowie meine individuelle Rundreise-Route für Jordanien in 1 Woche:

 

Sicherheit in Jordanien

Im Vergleich zu den meisten anderen Staaten des Nahen und Mittleren Ostens ist Jordanien als Reiseland relativ sicher. Aufgrund der geographischen Nähe zu den Nachbarstaaten Syrien und Irak gehen viele fälschlicherweise davon aus, dass Jordanien ein Land ist, das man besser meiden soll. Infolge dieser Annahme ist der Tourismus in Jordanien in den letzten Jahren um bis zu 65% eingebrochen. Wer sich an die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amtes hält, sich gemäß der Sitten des Landes verhält und von politischen Demonstrationen fernbleibt ist relativ sicher. Generell wird aufgrund von Tieren, Menschen und unbeleuchteten Fahrzeugen auf der Fahrbahn von Autofahrten nach Einbruch der Dunkelheit abgeraten.

 

Ich habe mich in Jordanien sehr wohl und willkommen gefühlt. Zu keiner Zeit beschlich mich ein ungutes Gefühl oder ich fühlte mich in irgendeiner Art und Weise bedroht. Im Gegenteil: Die herzliche Freundlichkeit der Jordanier überraschte uns jeden Tag aufs Neue. So hielt ein mitreisender Jordanier für uns das Flugzeug auf, wurden wir bei einer Wanderung an jeder Ecke von Schäfern zum Tee eingeladen und bekamen bei der Zollkontrolle Bonbons geschenkt. Egal, wohin wir kämen, überall erwartete uns ein freundliches Lächeln begleitet von einem “Welcome to Jordan!”.

Jordanien in 1 Woche: Route, Tipps und Reisevorbereitung
Straßenidylle auf jordanisch


Beste Reisezeit für Jordanien

Jordanien liegt im klimatischen Übergangsbereich zwischen winterfeuchtem Mittelmeerklima und kontinentalem, trockenen Wüstenklima. Die beste Reisezeit für einen aktiven Besuch ist daher auch der Frühling im April bis Mai, wenn die Temperaturen angenehm sind und es vielerorts grünt und blüht. Die zweitbeste Reisezeit ist im Oktober und November mit ähnlichen Temperaturen wie im Frühling, jedoch ohne Grünfärbung. Für Bade- oder Tauchurlaube am Roten Meer eignen sich die Mobate Mai bis September. In den Sommermonaten steigen die Temperaturen vielerorts über die 35 Grad-Marke, während es in den Wintermonaten in den Höhenlagen feucht und kalt werden kann.

 

Visum für Jordanien

Das Visum für Jordanien erhalten deutsche Staatsbürger bei der Einreise mit dem Flugzeug am internationalen Flughafen von Amman nach Jordanien. Voraussetzung für das Visum ist, dass Dein Reisepass zum Zeitpunkt der Heimreise noch mindestens 6 Monate gültig ist. Ab dem Zeitpunkt der Einreise darfst Du Dich 2 Monate im Land aufhalten.

 

Zur Bezahlung des Visums hast Du 2 Möglichkeiten:

  1. Du bringst Bargeld mit (je nach aktuellem Wechselkurs ca. 60 Euro pro Person) und tauscht dieses am Wechselschalter gegen 40 JOD (Achtung, schlechter Wechselkurs am Wechselschalter!) ein. Damit bezahlst Du das Visum dann direkt bei der Passkontrolle.
  2. Wenn Du mehr als 3 Tage in Jordanien bleibst empfehle ich Dir, vorab online den Jordan Pass für 70 – 80 Dinar zu kaufen. Mit diesem werden Dir nicht nur die Visagebühren erlassen, sondern Du erhältst freien Eintritt zu über 40 Sehenswürdigkeiten wie Petra, Wadi Rum, Jerash etc. und andere Vergünstigungen.

 

Gesonderte Bedingungen gelten für die Einreise über Land (Grenze von Israel und Saudi Arabien) oder über Aquaba. Hierfür kannst Du die Webseite vom Jordanischen Tourismusverband und des Auswärtigen Amtes konsultieren.  

Jordanien in 1 Woche: Route, Tipps und Reisevorbereitung
Auch beim Zugang in die Wadi Rum Wüste spart man mit dem Jordan Pass

Spar-Tipp für Jordanien: Jordan Pass

Normalerweise mache ich immer einem großen Bogen um Städte- oder Länderpässe, die einem extrem viel Ersparnis versprechen. Meist tritt diese Ersparnis nämlich erst ein, wenn man x Sehenswürdigkeiten abgeklappert hat. Und auf diese Verpflichtung habe ich im Urlaub schlicht und einfach keine Lust.

Ganz anders verhält es sich mit dem Jordan Pass. Dieser lohnt sich nämlich wirklich! Für 70, 75 oder 80 Dinar (abhängig davon, ob Du 1, 2 oder 3 Tage in Petra verbringst) werden Dir nämlich (bei Kauf vor Einreise) nicht nur die Visumsgebühren von 40 Dinar erlassen sondern Du erhältst freien Eintritt in Petra (kostet einzeln schon ab 50 Dinar), zur Wadi Rum Wüste, in Jerash und ca. 40 weiteren Attraktionen. Einzige Bedingung: Du bist mehr als 3 Tage im Land.

Du kannst den Jordan Pass hier im Internet kaufen und ausdrucken oder auf deinem Smartphone speichern. Bis zur Aktivierung ist er dann 12 Monate gültig. Bei der Einreise zeigst Du den Jordan Pss dann einfach bei der Passkontrolle vor und anschließend bei jeder der teilnehmenden Sehenswürdigkeiten. Bei der ersten Sehenswürdigkeit, die Du besuchst, wird der Pass aktiviert und ist ab dann 2 Wochen gültig.

 

Sprache in Jordanien

Die Amtssprache in Jordanien ist Arabisch. An touristischen Orten wird auch vermehrt Englisch gesprochen. Wenn Arabisch in lateinischen Buchstaben geschrieben wird, verwendet man die englische Schreibweise. Es ist daher immer vorteilhafter, sich am Klang von Wörtern als der Schreibweise zu orientieren. Ein paar einfache Wörter auch Arabisch sind leicht gemerkt und echte Türöffner im Umgang mit den Einheimischen.

 

  • Marhaba – Hallo
  • Shukran – Danke
  • Afwan – Gern geschehen
  • Jalla, jalla – Los geht’s
  • Ma salama – Tschüß
Jordanien in 1 Woche: Route, Tipps und Reisevorbereitung
Ein paar Worte auf Arabisch sind wahre Türöffner – so wie hier bei den Hirten im Dana Bioreservat

Währung in Jordanien

Die Währung in Jordanien ist der Jordanische Dinar, auch JD (“Dschey-di” ausgesprochen) abgekürzt. Wer wie wir in Beduinencamps übernachtet, sollte in den Städten oder großen Hotels immer ausreichend Geld abheben. Die Beduinencamps können nämlich nur bar bezahlt werden.

 

Zeitverschiebung

In den Monaten Oktober bis März hat man von Deutschland kommend plus 2 Stunden (G.M.T. +2), in den Monaten April bis September plus 3 Stunden (G.M.T. +3) Zeitunterschied in Jordanien.

 

Steckdosen/ Adapter in Jordanien

In Jordanien gibt es zwei relevante Steckdosen-Arten:

  • Typ C/F: Der Europa-Stecker, den wir auch in Deutschland verwenden
  • Typ G: Der Großbritannien-Stecker mit 3 Pins. Wenn Du hierfür einen Adapter mitführst, kannst Du ganz sicher überall Deine Geräte aufladen.

 

Kleidung in Jordanien

Obwohl in Jordanien die Freiheit aller Religionen gewährleistet ist, ist es vorrangig ein muslimisches Land. Musliminnen vor Ort haben oft Arme, Beine und das Haar bedeckt. Als weibliche Reisende muss man sich nicht komplett verhüllen, aber freizügige Kleidung ist – auch aus Respekt – auf keinen Fall angebracht. Ich beispielsweise habe in Jordanien immer darauf geachtet, dass meine Schultern und Knie bedeckt waren und bin hiermit sehr gut gefahren. Trägerlos und Shorts (auch für Männer) sind somit raus.

Jordanien in 1 Woche: Route, Tipps und Reisevorbereitung
Mit langen, leichten Hosen und Röcken zum T-Shirt bin ich in Jordanien genau richtig gefahren. Hier in der Wadi Rum Wüste

Essen in Jordanien

Wer in Jordanien isst, kommt um Fladenbrot nicht herum.

Zum Frühstück gibt es meist Fladenbrot, Hummus (Kichererbsenpürree), Gurke, Tomate und manchmal auch eine Art Yoghurt, den man mit Honig oder Marmelade verfeinern kann. Dazu wird Schwarztee getrunken.

Die traditionelle Hauptmahlzeit der Jordanier ist das Mittagessen, wir haben diese immer abends in den Beduinencamps aufgetischt bekommen. Die Vorspeise wird Mezze genannt und ist außergewöhnlich vielfältig: Bis zu 40 Schälchen mit Soßen. Salaten, Püriertem und Eingelegtem werden aufgetischt. Von diesen sind auch viele fleischlos, also ideal für Vegetarier. Die Hauptspeise bildet meist gegrilltes Huhn oder Lamm mit Reis, Gemüse und Fladenbrot. Das Fladenbrot wird dabei wie ein Löffel genutzt. Der Nachtisch ist in der Regel sehr süß und besteht aus einem mit Honig oder Zuckersirup zubereiteten Gericht oder Obst. Zum Essen wird Wasser oder Tee getrunken.

Der jordanische Kaffee ist sehr stark und wird – genauso wie der süße, teilweise mit Minze verfeinerte Tee – zu allen Anlässen gereicht und so lange nachgeschenkt bis man Stop sagt.Alkoholkonsum in den Straßen Jordaniens ist streng untersagt. Hält man sich während des Fastenmonates Ramadan im Land auf, gelten besondere Vorschriften. So servieren Restaurants keine Speisen in ihren Außenanlagen. Tagsüber sollte man nur in geschlossenen Räumen Trinken, Essen oder Rauchen. Hotels verkaufen alkoholische Getränke erst nach Sonnenuntergang.

Jordanien Highlights Das musst Du gesehen haben!
Auch so kann ein Frühstück in Jordanien aussehen

Müll und Wasser in Jordanien

Was mich wirklich traurig gestimmt hat in Jordanien waren die Massen an Müll, die man überall, aber vor allem in der Natur antrifft. Die Jordanier lieben es zu picknicken und an freien Tagen wird jedes schattige Plätzchen für ein Picknick genutzt. Leider haben sie dabei nicht das Bedürfnis, den Picknickplatz sauber zu hinterlassen, sondern lassen all ihren Müll dort. Natürliche längerfristige Konsequenz: Man picknickt im Müll. Auch das Verbrennen von Müll wird noch häufig praktiziert, selbst in Städten.

 

Als extrem trockenes Land, ist Wasser in Jordanien sehr kostbar. Daher wird darum gebeten, sparsam damit umzugehen. Hotels mit drei oder mehr Sternen haben oft ein eigenes Wasserfiltersystem und ihr Wasser gilt als trinkbar. Da wir größtenteils in Beduinencamps übernachteten, mussten wir uns in kleinen Läden mit Wasser eindecken. Um das Plastikproblem nicht viel größer zu machen, als es bereits ist, kauften wir des Öfteren Wasser in 5l-Kanistern und füllten das Wasser in unsere eigenen Trinkflaschen um. Da wir mit dem Mietwagen reisten, ergab dies auch kein Transportproblem.

Jordanien in 1 Woche: Route, Tipps und Reisevorbereitung
Leider ein viel zu häufiges Bild: Brennender Müll in Jordanien

Packliste für Jordanien

 

Rundreise Route für Jordanien in 1 Woche

Tag 01 | Ankunft Amman früh morgens, Weiterfahrt zum Dana Biosphere Reserve

Tag 02 | Dana Biosphere Reserve – Petra

Tag 03 | Petra

Tag 04 | Petra

Tag 05 |Petra – Wadi Rum Wüste

Tag 06 | Wadi Rum Wüste – Totes Meer

Tag 07 | Totes Meer – Wadi Mujib – Ajloun Forest Reserve

Tag 08 | Ajloun Forest Reserve – Jerash – Amman, Rückflug nachts

 

Jordanien in 1 Woche – lohnt sich das?

Wer sich vorab fragt, ob sich eine Jordanien Rundreise in 1 Woche überhaupt lohnt, dem kann ich versichern, dass dies definitiv der Fall ist. Denn: Jordanien ist ein sehr kleines Land. Die weiteste Distanz, die wir zurückgelegt haben war 272 km an einem Tag. Darüber hinaus fliegt man mit einem Direktflug (z.B. ab Frankfurt am Main) lediglich 4 Stunden. Das ist nur geringfügig mehr als beispielsweise nach Griechenland. Wir haben unsere Zeit in Jordanien als sehr entspannt und abwechslungsreich empfunden und würden die Route bei einem weiteren Besuch noch einmal genauso wählen.

 

Jordanien in 1 Woche – wie Rumkommen?

Für eine Rundreise in Jordanien gibt es tatsächlich mehrere Optionen.

  • Mietwagen
  • Auto mit Fahrer (escorted car rental)
  • Taxi
  • Öffentliche Verkehrsmittel (eingeschränkt Minibusse)
  • Geführte Rundreise

  

Jordanien mit dem Mietwagen
Wer sich wie wir für die erste Option entscheidet findet in meinem Artikel Jordanien mit dem Mietwagen auf eigene Faust: So geht’s! alles, was Du zum Thema Mietwagen in Jordanien wissen musst.

 

Tag 01 | Marhaba Jordanien!

Besondere Unterkünfte in Jordanien - Al Nawatef

Wer wie wir – die meisten Flugzeuge tun das – mitten in der Nacht in Amman ankommt, dem empfehle ich erstmal mit dem Taxi ins nahegelegene Madaba zu fahren und im Hotel ein paar Stunden zu schlafen. Nach dem späten Frühstück kann man dann den Mietwagen übernehmen und sich auf die erste Etappe nach Dana machen. Das Al Nawatef Camp bietet eine atemberaubende Aussicht über die wunderschöne, zerklüftete Landschaft des Dana Biosphere Reserve und am warmen

Ofen kommt man bei traditioneller Kost, süßem Tee und Geschichten direkt in den Genuss der unglaublichen Gastfreundschaft der Beduinen.

 

  • Start/Ziel: Amman Queen Alia Flughafen – Madaba – Dana
  • Gefahrene Strecke:  203 km
  • Unterkunft:
    • Rumman Hotel in Madaba nahe des Flughafens von Amman. Hotel liegt im Stadtzentrum von Madaba, bietet Möglichkeit, ein Taxi vom Flughafen zu organisieren und passt Frühstückszeiten bei später Ankunft auf Wunsch an
    • Al Nawatef Camp in Dana, direkt am Rande des Dana Biosphärenreservat mit wundervoller Aussicht. Einrichtungen: Einfache sanitäre Anlagen (Dusche ohne fließend Wasser), Aufenthaltsraum mit Kamin, durchgängig Tee
  • Tipp:
    • Bei Ankunft nachts: Vorab den späten Check-in und ein Taxi vereinbaren, das spart Zeit und Nerven.
    • Bei Buchung des Mietwagens darauf achten, dass die Übernahme in der Nähe des richtigen Flughafens ist – es gibt 2 Flughäfen in Amman. Weiter Info zum Mietwagen in Jordanien findest Du hier.

 

Tag 02 | Unter Berbern und Hirten im Dana Biosphere Reserve

Jordanien Highlights Das musst Du gesehen haben!

Nach einem reichhaltigen Frühstück sollte man das Dana Biosphere Rese

rve nicht verlassen, ohne eine geführte Wanderung unternommen zu haben (auf eigene Faust nicht gestattet). Schließlich ist es Jordaniens größtes Naturreservat mit einer unglaublichen Artenvielfalt. Eine Einladung von Hirten zum Teetrinken ist dabei keine Seltenheit. Anschließend geht die Fahrt weiter zum Seven Wonders Bedouin Camp, welchen inmitten der Natur von Little Petra liegt. Abends vollzieht sich ein besonderes Schauspiel: Hunderte Lichter erstrahlen von den Felsen, die das Camp umgibt. Zusammen mit den üppigen Mahlzeiten und der Livemusik mit Tee am Feuer ein einmaliges Erlebnis.

  • Start/Ziel: Dana – Little Petra
  • Gefahrene Strecke:  52 km
  • Unterkunft: Seven Wonders Bedouin Camp, ca. 15 Autominuten von Petra entfernt in Little Petra gelegen. Einrichtungen: Gepflegte sanitäre Anlagen inklusive Dusche mit heißem Wasser (von 18:00 – 23:30 Uhr), gratis WLAN (ebenfalls von 18:00 – 23:30 Uhr), Aufenthaltszelt mit Feuer, Essenszelt, durchgängig Tee
  • Tipp: Die Wanderung im Dana Biosphere Reserve kann man problemlos vor Ort organisieren. Einfach bei der Unterkunft nachfragen. Wenn dort keine Wanderung angeboten wird, vermitteln sie gerne.

 

Tag 03 | Weltwunder Petra

Jordanien in 1 Woche: Route, Tipps und Reisevorbereitung für eine individuelle Rundreise

Heute ist es an der Zeit für DIE Attraktion in Jordanien: Petra. Die Überbleibsel der vergessenen Hauptstadt des Nabatäer-Reichs lässt einen vor Ehrfurcht staunen. Unglaublich, zu welchen architektonischen und fortschrittlichen Meisterleistungen die Nabatäer bereits in der Lage waren. Den Anfang macht die Wanderung durch den Siq, den schluchtartigen Zugang zu Petra bin hin zum berühmten Schatzhaus. Aber auch das Kloster Ad Deir, welches über 800 s

chweißtreibende Stufen erreichbar ist ist ein Muss. Oben wird man mit der Aussicht – und wer will – einem frisch gepressten Granatapfel-Orangen-Saft belohnt. Wer an einem Montag, Mittwoch oder Donnerstag in Petra ist, darf “Petra by Night” nicht verpassen. 1.500 in braune Papiertüten gehüllte Kerzen beleuchten den 2 km langen Weg durch den Siq zum Schatzhaus. Unvergesslich!

 

  • Start/Ziel: Little Petra – Petra – Little Petra
  • Gefahrene Strecke:  14,4 km
  • Tipps:
    • Gute, bequeme Schuhe, ausreichend Wasser, energiehaltige Snacks und Sonnenschutz sind das A und O bei einem Besuch von Petra
    • Petra by Night findet jeden Montag, Mittwoch und Donnerstag Abend von 20:30 bis 22:30 Uhr statt und kostet 17 JOD pro Person. Karten kann man am beim Visitor Centre kaufen.

 

Tag 04 | Auf Streifzug in Petra

Jordanien Highlights Das musst Du gesehen haben!

Bei den unglaublichen Ausmaßen von Petra lohnen sich mindestens zwei, wenn nicht 3 Tage vor Ort. Am 2.Tag sollte der Al Kubtha Trail, welcher zum wohl schönsten Aussichtspunkt oberhalb des Schatzhauses führt, auf dem Programm stehen. Ansonsten lohnt es sich auch, ziellos herumzustreunern und einfach zu entdecken. Das Schöne an Petra: Man darf auch abseits der Wege überall herumklettern. Der Abend findet ein perfektes Ende bei den Klängen der Berbermusik am Feuer.

 

  • Start/Ziel: Little Petra – Petra – Little Petra
  • Gefahrene Strecke:  14,4 km
  • Tipp: Den schönsten Aussichtspunkt über das Schatzhaus erreicht man über den Al Kubtha Trail

 

Tag 05 | In der rostrosten Weite der Wadi Rum Wüste

Jordanien Highlights Das musst Du gesehen haben!

An Tag 5 der Reise geht’s in die Wüste! Das Wadi Rum wartet nicht nur mit spektakulären Landschaften wie rostrote Sanddünen, zerklüftete, bizarr geformte Sandstein- und Granitfelsen und tiefen Schluchten auf. Nein, hier wohnen bis heute Beduinen und die Geschichte geht zurück bis auf die Nabatäer. Und auch ein gewisser Lawrence of Arabia hat hier seine Spuren hinterlassen. Mehr als genug zu Entdecken also! Ob zu Fuß, per Jeep oder Kamel entscheidest Du selbst. Auf keinen Fall auslassen solltest Du dabei die Nacht in einem Beduinencamp.

 

  • Start/Ziel: Little Petra – Wadi Rum
  • Gefahrene Strecke: 113 km
  • Unterkunft: Wadi Rum Sky Camp mitten in der Wadi Rum Wüste, mit einer der spektakulärsten Sonnenaufgangslocations. Einrichtungen: Sanitäre Anlagen mit Kaltwasserdusche, Aufenthaltszelt mit Feuer, während des Aufenthalts im Camp durchgängig Tee
  • Tipp:
    • Zu Schutz und Erhaltung des Naturraums des Wadi Rum sowie zur Unterstützung der Beduinengemeinschaften wird am Eingang (Visitor Centre) zu Wadi Rum eine Gebühr von 5 JOD pro Person erhoben. Besitzer des Jordan Pass erhalten gratis Eintritt (mehr Info hierzu bei “Jordan Pass” oben).
    • Sonnenauf- und Sonnenuntergang in der Wüste sind ein Muss! Einfach atemberaubend! Auch der Sternenhimmel kann sich sehen lassen!

 

Tag 06 | Schwebend im Toten Meer

Jordanien Highlights Das musst Du gesehen haben!

Kann ein Tag schöner beginnen als mit einem Sonnenaufgang in der Wüste? Wohl kaum! Nach dem Frühstück lässt Du die Wüste hinter Dir und machst Dich auf zum salzhaltigsten Binnengewässer und gleichzeitig tiefsten Punkt der Erde – dem Toten Meer. Ein Bad solltest Du Dir dabei auf keinen Fall entgehen lassen. Wer will nicht einmal im Toten Meer schweben? Besonders schön und im Einklang mit der Natur erlebt man das Tote Meer in den Mujib Chalets, welche im Bioreservat liegen

fernab jeglicher Zivilisation. Meine Empfehlung!

  • Start/Ziel: Wadi Rum – Totes Meer
  • Gefahrene Strecke: 272 km
  • Unterkunft: Mujib Chalets im Wadi Mujib Bioreservat. Einrichtungen: Chalets mit eigenem Badezimmer mit WC und Dusche sowie Kühlschrank. Aufenthaltsraum, in dem auch Dinner und Frühstück gereicht werden mit gratis WLAN. Direkter Zugang zum Toten Meer mit Süßwasserduschen.
  • Tipp: Badeschuhe sind gold wert beim Bad im Toten Meer, da im Wasser auch viele spitze Steine und Salzkristalle lauern.

 

Tag 07 | Canyoning und im Kräutergarten Jordaniens

Jordanien Highlights Das musst Du gesehen haben!

Heute ist Abenteuer angesagt: Das Wadi Mujib, eine spektakuläre Felsschlucht ist mit ihren natürlichen Felsvorsprüngen, Höhenunterschieden und Wasserfällen perfektes Canyoning-Gelände. Waten, klettern, rutschen und staunen in Einem. Das Besondere dabei: Man ist größtenteils auf sich selbst gestellt, lediglich an den  kniffligen Stellen hilft ein Mitarbeiter des Biosphärenreservats aus. Anschließend geht die Fahrt weiter ins grüne Herz Jordaniens – Ajloun. Das Forest Reserve auf 1.200 Höhenmetern erstreckt sich über 13 Quadratkilometer und verbreitet mit seinen Pinien, Pistazien-, Erdbeer- und Johannisbrotbäumen mediterranes Flair. Und den wunderbar würzigen Duft nach Thymian und Salbei.

 

  • Start/Ziel: Totes Meer – Wadi Mujib – Ajloun
  • Gefahrene Strecke: 128 km
  • Unterkunft: Ajloun Forest Reserve mitten im Naturreservat, Einrichtungen: Freistehende Cabins mit eigenem Badezimmer mit WC, Dusche sowie Heizung (notwendig, hier kann es kalt werden), Aufenthaltsraum, in dem auch Dinner und Frühstück gereicht werden mit gratis WLAN
  • Tipp: Der Siq Trail (Canyoning) ist von 1. April bis 31. Oktober geöffnet und seine Begehung kostet 21 JOD pro Person. Gute Schuhe, empfehlenswerterweise Badeschuhe und strapazierfähige Kleidung, die nass werden darf ist dabei Voraussetzung.

 

Tag 08 | Römisches Kulturgut in Jerash

Jordanien in 1 Woche: Route, Tipps und Reisevorbereitung für eine individuelle Rundreise

Der letzte Tag in Jordanien beginnt mit einer kurzen, 2 km langen Wanderung durch das Reservat (die Einzige, die man auf eigene Faust machen darf) bevor Du ins 40 Autominuten entfernte Jerash aufbrichst. Die Anfänge des Ortes geht bis in die Bronzezeit zurück, seine Blütezeit erlebte er aber als Handelszentrum unter römischer Besatzung (63 v.Chr. – 746 n. Chr.). Die Überreste des antiken Gerasa wurden in den letzten Jahrzehnten freigelegt und befinden sich in exzellentem Zustand. Anschließend heißt es leider den Mietwagen zurückbringen und Abschied nehmen von Jordanien. Bis zum nächsten Mal!

  • Start/Ziel: Ajloun – Jerash – Amman
  • Gefahrene Strecke: 76 km
  • Tipp:
    • Wem die 2 km lange Wanderung auf eigene Faust im Ajloun Forest Reserve zu kurz ist, kann an einer geführten Wanderung teilnehmen.
    • Der Eintritt zur archäologischen Ausgrabungsstätte von Gerasa kostet 10 JOD pro Person. Eigentümer des Jordan Pass erhalten gratis Eintritt (mehr Info hierzu bei “Jordan Pass” oben).

 

Na, hast auch Du Lust bekommen auf eine Reise durch Jordanien in 1 Woche? Hast Du noch Fragen zur Vorbereitung? Lass es mich in den Kommentaren wissen! 

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Folge Kerstin:

Kerstin hat schon früh gemerkt, dass es sich lohnt, über den "Tellerrand" hinaus zu blicken und ihr Herz inzwischen an viele Orte verloren. Auf paradise-found.de schreibt sie von ihren Reiseerlebnissen, (versteckten) Lieblingsorten und gibt wertvolle Reisetipps.

6 Antworten

  1. Steffi
    | Antworten

    Toller Reisebericht! Du hast mir Jordanien sehr schmackhaft gemacht. Kannst du mir etwas zum Budget sagen? Wir würden gerne auch eine Woche etwa einplanen mit dem Mietwagen.
    Liebe Grüße

    • Kerstin
      | Antworten

      Hallo Steffi!
      Freut mich, dass mein Beitrag Lust auf Jordanien macht! :)
      Sicher! Insgesamt haben wir vor Ort 585,- Euro pro Person ausgegeben inklusive Mietwagen (110,- Euro pro Person). Dazu kamen noch die Kosten vom Flug (434,- Euro).
      Ich hoffe, das hilft Dir etwas weiter!
      Liebe Grüße und viel Spaß in Jordanien,
      Kerstin

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