Glamping in Holland

Glamping in Holland: Skandinavien-Feeling & Aktivitäten im Achterhoek

Frei nach dem Motto: “Wenn wir nicht nach Skandinavien können, dann muss Skandinavien eben zu uns kommen” hatte Aktiv-Reiseveranstalterin Manon im Coronajahr 2020 die zündende Idee zu Oetdoor. Ein Glamping-Camp, in dem skandinavische Outdoorliebe, Design und Lebensgefühl auf die naturreiche, abwechslungsreiche Region Achterhoek treffen, welche sich unmittelbar an der deutschen Grenze befindet. 

Der Name Oetdoor setzt sich dabei aus “Outdoor” und “oet”, was im Achterhoeker Dialekt so etwas wie “raus” bedeutet, zusammen. Und genau das ist hier Programm. Einfach mal rauskommen und komplett abschalten in der Natur mit Glamping, Outdoor-Aktivitäten und guten Gesprächen am Lagerfeuer.

Glamping in Holland - Oetdoor

Oetdoor – einfach mal raus! 

Nach einem erfolgreichen Probelauf mit Freunden im vergangenen Jahr hat Manon 2021 in Rekordzeit eine wunderbare Oase geschaffen, die Skandinavien-Feeling aufkommen lässt. Das Camp befindet sich mitten im Grünen auf dem Gelände eines ehemaligen Bauernhofes mit eigenem Schwimmteich. 

Es besteht aus einem Sami-Feld, auf dem Gäste mit eigener Ausrüstung ihr Zelt aufschlagen oder ihren Camper stellen können und dem Glamping-Bereich, in dem sich acht 2-Personen-Glockenzelte und zwei 4-Personen-Glockenzelte befinden. Die Glockenzelte bestechen dabei nicht nur durch ihre urgemütliche, skandinavische Einrichtung sondern auch durch die Feuerstelle, die sich jeweils zwei Zelte teilen und auf der auch gekocht werden darf. Das Kochen über dem Feuer und lange Abende am Lagerfeuer gehören für Manon nämlich zum Skandinavien-Feeling unbedingt dazu. Recht hat sie! 

Darüber hinaus gibt es die Stuga, welche als Gemeinschaftsküche mit Gaskochern, Küchenutensilien und speziellen Pfannen für’s Kochen über dem Feuer dient, die Grillhütte mit Feuerstelle in der Mitte, das Wildnis-Spa mit selbst beheizbarem Hot Tub und die Sanitäranlagen, welche sich im Gebäude des ehemaligen Bauernhofes befinden. Neben der Stuga stehen Mountainbikes, Citybikes, Kanus und SUP-Boards bereit, die kostenlos reserviert und genutzt werden können. 

Was mich wirklich beeindruckt, ist die unglaubliche Liebe zum Detail, die Manon bei der Errichtung des Camps an den Tag legt. Angefangen bei der Benennung der Zelte, welche skandinavisch inspiriert und jeweils eine eigene Geschichte haben über deren Einrichtung mit handverlesenen, ortsansässigen skandinavischen Marken und den Frühstückskorb mit lokalen, ehrlichen Produkten bis hin zum Buch mit erprobten Lagerfeuer-Rezepten ist alles perfekt durchdacht. 

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TIPPS FÜR DEIN GLAMPING-ABENTEUER |



  • Oetdoor befindet sich im Osten der Niederlande in der Nähe von Lochem, circa 35 km von der deutschen Grenze entfernt. Manon spricht und schreibt übrigens auch deutsch, eine Anfrage darf daher auch auf deutsch sein.

  • Das Camp besteht aus insgesamt 10 Glampingzelten, davon acht 2-Personenzelte (ab 65,- € pro Nacht) und zwei 4-Personen-Zelte (ab 95,- € pro Nacht), Mindestbelegung ist 2 Nächte. Die Zelte sind komplett ausgestattet mit bequemen, bezogenen Betten, Geschirr, Wasserkocher, Kaffee & Tee, Wärmflasche, Strom und einem kleinen Holzofen in den Wintermonaten. 

  • Zudem gibt es für Gäste mit eigenem Zelt bzw. kleinem Camper das Samifeld. Preis: 30,- € pro Nacht für 2 Personen, extra Personen 5,- € p.P. (max. 5 Personen) 

  • Die Nutzung von Kochgeschirr, einem Korb Feuerholz und Kanus, SUP-Boards und Fahrrädern ist gratis (letzteres nach Reservierung in der Stuga vor Ort). Fließendes Wasser, Toiletten und Duschen gibt es im Sanitärgebäude, zu dem gibt es mehrere Gaskocher und einen Kühlschrank in der Stuga.

  • Das Wildnis-Spa sowie der Frühstückskorb kann für einen Aufpreis hinzugebucht werden. Zudem werden regelmäßig Workshops wie z.B. Waldbaden, Kochen über dem Feuer, Waffelessen etc. angeboten.

 

Das Oetdoor Camp im Test

Im äußerst durchwachsenen Frühling 2021 hatte ich das Glück, das Oetdoor Camp an drei der wenigen wirklich schönen Tagen Ende März, Anfang April kennenzulernen. Als ich mein Auto am Parkplatz hinter mir lasse und um die Ecke biege, fühle ich mich direkt in eine ganz eigene, feine und heile Welt versetzt. Rund um einen Teich reihen sich Glampingzelte und die Grillhütte, die ersten Gäste haben es sich bereits in der Sonne davor bequem gemacht und über allem liegt eine unglaublich entspannte Stimmung. 

Glamping in Holland - Oetdoor

Ich nehme das Ganze in Ruhe in mich auf während Manon, einen Wagen mit Holz ziehend, sich nähert. Sie empfängt mich herzlich und nimmt mich mit zu meiner Bleibe für die nächsten 2 Nächte, während sie mir alles erklärt. Um Abstand wahren zu können, hat sie meiner Reisebegleitung und mir ein 4-Personen-Zelt zugeteilt mit einem Doppel- und 2 Einzelbetten, welches unglaublich einladend aussieht. Dicke Bettdecken ergänzt mit wunderschönen skandinavischen Wolldecken, grafisch gemusterte Kissen, ein kleiner Ofen um die doch noch kalten Nächte etwas wärmer zu gestalten, ein Wasserkocher mit Tee- und Kaffeeauswahl, eine Holzbox mit Geschirr, ein Wasserkanister und sogar eine Wärmflasche. Hier ist wirklich an alles gedacht. 

Oetdoor Camp

Anschließend zeigt mir Manon noch den Rest des Geländes: Den Badeteich, welcher sich auf der anderen Seite meines Zeltes befindet, das Wildnis Spa, welches ich am Abend reserviert habe und der zentrale Punkt des Camps, die Stuga. Hier kann man nicht nur sein Essen aufbewahren und kochen sondern auch seinen Aufenthalt mit Infomaterial und vorgeplanten Routen planen und kostenlos Räder, Kanus und SUPs reservieren. 

Nachdem ich ausgepackt, meinen Holzkorb gefüllt und in Ruhe die ersten Sonnenstrahlen genossen habe, komme ich bereits mit anderen Gästen ins Gespräch. Die gemütliche Atmosphäre macht’s. Als die Sonne langsam tiefer sinkt, werden die ersten Lagerfeuer entfacht und der angenehme Geruch nach Feuer und Gebrutzeltem liegt in der Luft. 

Glamping in Holland - Oetdoor

Bevor auch ich mir etwas zum Essen mache, genieße ich erst einmal eine Runde im Wildnis Spa, dessen Hot Tub ich die letzten Stunden mit Holz angefeuert habe. Mit Blick auf die weite, grüne Landschaft lässt es sich im angenehm warmen Wasser des Hot Tubs und in den beiden Holzstühlen unglaublich gut entspannen. Wer in den späteren Abendstunden das Wildnis Spa bucht, kommt zudem in den Genuss des funkelnden Sternenhimmels. Eine Flasche Sekt ist übrigens im Spa-Besuch inbegriffen. 

Nachdem ich den Wellnessbereich ausgiebig genossen habe, entfache auch ich mein Lagerfeuer. Als dieses munter vor sich hin prasselt, setze ich einen Topf mit Nudelwasser und beginne, mein Gemüse für die dazugehörige Soße zu schnippeln. Ich bin überrascht, wie gut das Kochen über dem Feuer funktioniert. Die tolle Atmosphäre im Camp und die angenehme Einfachheit des Lebens und Kochens hier erden mich und helfen mir, mich mal wieder darauf zu besinnen, was wirklich zählt im Leben. Momente wie dieser eben. Und eine einfache Pasta mit Soße hat selten so gut geschmeckt. Nach dem Abwasch geselle ich mich zu den anderen Gästen am benachbarten Lagerfeuer und genieße einen unbefangenen Abend, wie man ihn nur spontan mit Fremden rund ums Feuer erleben kann. So soll es sein! 

Glamping in Holland - Oetdoor
Glamping in Holland mit einem skandinavischen Touch – das erwartet Dich bei Oetdoor

Glamping in Holland - Oetdoor

Dank Wärmflaschen und dicken Decken habe ich auch bei Temperaturen im einstelligen Bereich in der Nacht nicht gefroren und werde am nächsten Morgen von wunderbarem Licht geweckt. Mit einer dampfenden Tasse Tee inspiziere ich den reichhaltigen Inhalt meines Frühstückskorbs. Brötchen, Brot, selbstgemachter Honig und Marmeladen, Erdnussbutter, Käse, Müsli, Saft, Obst, Eier,… – alles regional aus der Region. Mit Aussicht auf den leicht nebelverhangenen Teich schmeckt mein Frühstück gleich doppelt so gut. Zeit, Pläne zu schmieden. Denn an meinem zweiten Tag möchte ich endlich die Umgebung kennenlernen. Und die hat einiges zu bieten.

Glamping in Holland - Oetdoor

 

Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten im Achterhoek

Wo prächtige Landgüter auf brausende Hansestädte und hügelige Wälder auf Wiesen und Felder treffen, genau dort befindet sich die niederländische Provinz Achterhoek. Die leicht hügelige Landschaft sorgt dafür, dass hier nicht nur Radfahrer sondern auch Mountainbiker voll auf ihre Kosten kommen und wer die Niederlande kennt, weiß, dass man Wasser hier nie lange suchen muss. So auch bei Oetdoor, welches sich an einem Badesee und wenige Gehminuten vom Bolksbeek entfernt befindet, wo man ganz wunderbar Stand Up Paddling und Kanufahren kann.

Aber nicht nur Outdoorfans werden das Achterhoek lieben. Die Vielfalt und Schönheit der niederländischen Hansestädte entlang der IJssel hatte ich schon bei meiner Radreise entlang der Hansestädte kennen und lieben gelernt. Genauso wie das hübsche Bronckhorst, das sich gerne als kleinste Stadt der Niederlande vermarktet. Meine diesmalige Neuentdeckung galt der vielversprechenden Silo Art Tour sowie der Boederij ‘T Westendorp, in deren Museum und Follybos Sehenswertes, Kurioses und Ironisches auf einmalige Weise aufeinander treffen.

 

Mountainbike Trail über den Lochemse & Kale Berg

Als eine der besten Mountainbike Trails der Niederlande gilt die 21 km lange und recht herausfordernde Mountainbike Route Lochem aufgrund ihrer für niederländische Verhältnisse vielen Höhenunterschiede über den Paaschberg, Lochemse und Kale Berg. Die Mountainbikes kann man über die Liste in der Stuga mieten und Manon hat gleich mehrere, verschieden lange Routen vorbereitet, die direkt im Oetdoor Camp beginnen. Super!

 

Wandern auf dem Lochemse Berg

Ein “Berg”, der 35 m höher ist als der Rest der Landschaft ist für niederländische Verhältnisse schon fast spektakulär. Kein Wunder also, dass der Lochemse Berg nicht nur bei Mountainbikern sondern auch bei Wanderern sehr beliebt ist. Auf dem höchsten Punkt des Lochemer Bergs und umgeben von einem Buchen- und Nadelwald steht das Belvedère, ein steinerner Aussichtsturm aus dem Jahr 1893, welcher leider nicht mehr zugänglich ist. Auf der 8,5 km langen Lochemse Bergroute wandert man nicht nur auf den Lochemse Berg und zum Belvedère sondern bekommt auch ein wechselndes Landschaftsbild sowie zwei Einkehrmöglichkeiten (Hotel De Lochemse Berg und De Kale Berg) geboten. Die Route startet am Lochemseweg, auf dem Parkplatz neben dem Boetiek Hotel BonAparte und ist mit lilafarbenen Fußabdrücken gekennzeichnet.

Lochemse Berg
Der Belvedère auf dem Lochemse Berg

 

Kanufahren auf dem Bolksbeek

Circa 10 Gehminuten muss man mit dem Kanu (auf einem praktischen Wagen) zur weißen Brücke hinter sich bringen um in den Bolksbeek zu stechen. Aber der Aufwand lohnt sich! Manon berät gerne bei der Wahl der Route, abhängig von der Zeit, die man mitbringt. 

SUP auf dem Schwimmteich oder auf dem Bolksbeek

Wer gerne mit dem SUP Board unterwegs ist, kann dieses als Schwimm- und Spielaccessoire im Schwimmteich nutzen oder eine Tour auf dem Boksbeek unternehmen. Das SUP Board kann man – wie auf das Kanu und die Mountainbikes über eine ausgehängte Liste in der Stuga mieten.

 

Turm- und Hansestadt Zutphen

Die hübsche Hansestadt Zutphen war schon im Mittelalter als eigenwillige Hansestadt bekannt. Heutzutage zeigt sich dieser besondere Charakterzug vor allem im besonderen und ungewöhnlichen Shoppingangebot. Durch seine Lage am Zusammenfluss der IJssel und Berkel wuchs Zutphen schnell zur einflussreichen Handelsstadt heran und schloss sich bereits 1285 bei der Hanse an. In Zutphen wurden u.a. auch die Ladungen der Koggeschiffe auf kleinere Flussschiffe umgeladen, welche anschließend nach Deutschland fuhren. 

Das sehr gut erhaltene, mittelalterliche Stadtzentrum erinnert mit seinen historischen Packhäusern, Kaufmannhäusern und Türmen an diese glorreichen Zeiten. Besonders sehenswert sind dabei die Berkelpoort, ein Wassertor aus 1320, die Walburgiskirche mit der Librije, einer Sammlung von historischen Büchern von 1450 bis 1600, die Aussicht von einem der zahlreichen Türme wie beispielsweise dem Wijnhuistoren, die öffentliche Bibliothek in der Boederenkerk, die versteckten Innenhöfe wie der Oude Bornhof und dat Bolwerck, ein Kunstzentrum mit einer echten Ruheoase von Garten. 

Hansestadt Zutphen

 

Die kleinste Stadt Bronckhorst

Eine Stadt mit lediglich 90 Einwohnern – nein, das ist kein Witz! Aufgrund des strategisch wichtigen Schloss Bronkhorst erhielt Bronkhorst im Jahr 1482 Stadtrechte. Vom Schloss ist lediglich der Schlosshügel übrig geblieben aber das äußerst malerische Städtchen ist definitiv einen Besuch wert. Durch seine kopfsteingepflasterten, verwinkelten Gassen, die gut erhaltenen ehemaligen Stadtbauernhöfe und blühenden Gärten fühlt sich ein Besuch in Bronkhorst an, wie eine Zeitreise. Davon profitiert auch das Charles Dickens Festival, welches normalerweise jedes Jahr Mitte Dezember hier stattfindet und Bronkhorst in ein viktorianisches Weihnachtsdorf verwandelt.   

Bronckhorst

 

Silo Art Tour

Seit Landwirtin Suzanne Ruesink vom Bauernhof ‘T Westendorp bei einer Australienreise die im Rahmen des Silo Art Movement mit Street Art verschönerten Silos entdeckt hatte, gingen ihr diese nicht mehr aus dem Kopf. Street Art Kunst und landwirtschaftliche Gebäude zusammenzuführen und dadurch eine völlige neue Art von Sehenswürdigkeit entstehen zu lassen, das müsste sich doch auch in den Niederlanden realisieren lassen dachte sie sich. Die Grundidee zur zukünftigen Silo Art Tour, welche zukünftig neun Kunstwerke in der Region Achterhoek umfassen soll, war geboren. 

Silt Art Tour Achterhoek

Im Herbst 2020 erhielten die vier Silos auf ihrem eigenen Bauernhof ‘T Westendorp mithilfe von Künstlerin Rosalie de Graaf bereits einen neuen, coolen Anstrich. Auf jedem der vier Silos ist eine Person abgebildet, die das Achterhoek repräsentiert. Auf dem ersten Silo ist der Sohn von Suzanne Ruesink abgebildet, welcher sinnbildlich für die nächste Generation aber auch für den Bauernhof selbst steht. Die übrigen acht Kunstwerke werden im Laufe des Jahres 2021 entstehen. Anschließend wird eine Autoroute, die Silo Art Tour, angelegt, die von Silo zu Silo führt. Ich bin gespannt! Bis das soweit ist, lohnt sich definitiv auch ein Besuch des bisher einzigen Street Art Silos. Warum? Lies weiter! 

 

Boederij Westendorp mit Follybos und Museum

Ursprünglich waren wir nur zum Bauernhof Westendorp gefahren um die Street Art Silos zu bewundern. Aber was wir letztendlich dort vorfanden, haute uns echt aus den Socken. Wie sich herausstellte befinden sich neben dem landwirtschaftlichen Betrieb (Kuh- und Schweinehaltung) mit den Street Art Silos auch noch ein ironisch-verrückter Märchenwald und ein kurioses Museum mit einem riesigen Sammelsurium an landwirtschaftlichen und alten Dingen auf dem riesigen Gelände. In Nicht-Corona-Zeiten wird auf der 12 Hektar großen Wiese zudem die jährliche Farm & Country Fair abgehalten, eine der größten Messen rund das Landleben der Niederlande mit mehr als 400 Ausstellern und 2.000 Tieren. 

Joke Ruesink Boederij 'T Westendorp
Joke Ruesink von der Boederij ‘T Westendorp
Museum

Selten habe ich an einem Ort so viele kuriose und vielfältige Dinge versammelt gesehen. Als Joke Ruesink die Tür zu ihrem Museum öffnet, erwarten wir erst einmal wenig. Aber was wir zu sehen bekommen, gleicht einer echten Wundertüte. Jedes Mal, wenn wir denken, das war’s öffnet sich noch eine Türe und uns wird wieder etwas neues, komplett anderes geboten. Von Emaillegeschirr, einer 42 jahre lang versammelten antiken Bügeleisenkollektion, sämtliche Gegenstände und Geräte aus früheren (Bauernhof-) Zeiten, 2.000 Wecker, Kinderwägen aus den Jahren 1850 bis 1980 und mein absolutes Highlight: eine englische Teekannensammlung. Hier wird die gesamte Palette britischen Humors in Teekannenform geboten. Wir können uns kaum losreißen und entdecken immer wieder neues, lustiges. Auch Joke’s Herz scheint an den Teekannen, die sie seit 10 Jahren sammelt, ganz besonders zu hängen.  

Museum 'T Westendorp

Museum 'T Westendorp

Follybos

Schon auf dem Weg zu den Silo’s und dem Museum waren uns das in der Luft schwebende Auto und einige interessant aussehende Gebäude mitten im Wald aufgefallen: Der Follybos. Eine Art verrückter, blühender Märchenwald, in dem die Familie Ruesink nicht nur ihre Fantasie und Kreativität sondern auch ihren Hang zur Ironie ausleben. 

Vom Schloss mit 5 m hohen Türmen, über zwei Kirchen, einem trocken liegenden Schiff (“Drytanic” genannt), ein Geisterhaus, ein Gebäude in Form einer Teekanne und allerlei schräger andere Dinge ist hier alles zu finden. Lustige Wortspiele, Unerwartetes, Überraschendes und Ironisches um jede Ecke. Gerade als wir denken, wir hätten alles gesehen, folgen wir einem Gang der zu einer Tür führt und werden überrascht mit dem unterirdischen Follyrijk! Ein echter Irrgarten voller Märchenelemente, Schmetterlinge, Flaschen und einem Lasertunnel. Als wir nach zahlreichen Irrwegen wieder über der Erde auftauchen sind wir komplett von den Socken. So viel Zeit, Kreativität und Liebe steckt hinter allem. Übrigens: Der Follybos und das Follyrijk richten sich übrigens nicht hauptsächlich an Kinder sondern an Erwachsene. 

Follybos 'T Westendorp

Follybos 'T Westendorp

Kulinarisches Wohl

Wem nach all dem Entdecken der Magen knurrt, der wird hier ebenfalls fündig. “Rustpunt” (deutsch: Ruhepunkt) hat Familie Ruesink ihr Hofcafé genannt, in dem sie unter anderem Kaffee, Tee, kalte Getränke und Eis verkaufen genannt. Und die Ruesinks wären nicht die Ruesinks wenn das schon alles wäre: Im letzten Jahr ist in 10 km Entfernung noch ein Restaurant mit dem Namen “Suzie’s Farm” entstanden, in dem die auf dem Bauernhof hergestellten Produkte wie Milch, Käse, Fleisch und Eis direkt auf den Teller kommen. Und so ganz nebenbei erfahren wir, dass sie derzeit einen “kleinen” Obstgarten anlegen, für den auch schon allerlei Pläne ausgeheckt werden. Durch und durch verrückt aber gleichzeitig auch ungemein inspirierend, so ein Besuch bei ‘T Westendorp. 

 

TIPPS FÜR ‘T WESTENDORP MIT FOLLYBOS & MUSEUM |



  • Coronabedingt ist derzeit leider nur der Follybos an Donnerstagen, Freitagen und Samstagen auf Anfrage geöffnet. Dazu einfach das Formular auf dieser Webseite einfüllen mit Namen, Ankunftsdatum und Zeit. Tolles Extra: Man kann einen Picknickkorb mit Produkten vom Bauernhof dazubestellen. Das Museum ist derzeit leider geschlossen. Preis: 7,50 € für Erwachsene, 4,- € für Kinder von 4 bis einschließlich 12 Jahre. 

  • Die Street Art an den Silos kann ohne Termin besichtigt werden.

Glamping in Holland - Oetdoor

Na, konnte ich Dich mit diesem Beitrag etwas für Glamping in Holland begeistern? Oder hast Du noch einen anderen heißen Tipp, wo ich dringend noch hin sollte? Lass es mich wissen in den Kommentaren! 

Vielen Dank an Oetdoor für die Einladung zu dieser Recherchereise. Meine Meinung und meine Begeisterung bleiben meine eigene.

Folge uns Kerstin:
Kerstin hat schon früh gemerkt, dass es sich lohnt, über den "Tellerrand" hinaus zu blicken und ihr Herz inzwischen an viele Orte verloren. Auf paradise-found.de erzählt sie von ihren Reiseerlebnissen, (versteckten) Lieblingsorten und gibt ausführliche Tipps zum Nachreisen.

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