5 Jahre in Holland

5 Jahre in Holland – ein Resümee + Tipps zum Auswandern

eingetragen in: Allgemein, Niederlande, Persönliches | 39

5 Jahre. Wow! Wer hätte gedacht, dass ich einmal 5 Jahre in Holland leben würde. Ein Land, das nie auf meiner “Hier will ich mal leben”-Liste” stand. Und doch ist es so. In diesen Tagen jährt sich mein Aufenhalt hier zum fünften Jahr. Höchste Zeit also, das Ganze einmal zu rekapitulieren.

 

Vor einiger Zeit habe ich bereits verraten, wie ich in Holland gelandet bin. Im Februar 2011 kündigte ich also meinen Job in Deutschland, packte meine Siebensachen und zog – ohne mir große Gedanken gemacht zu haben – Anfang März nach Holland. Nach Haarlem. Eine Stadt, die ich bisher nur über die Google Suchfunktion und Street View betrachtet hatte und in eine Wohnung, die ich nur von Fotos kannte. Was aus heutiger Sicht total bekloppt klingt war für mein damals 24-jähriges Ich kein großes Ding. Schließlich war ich ja mit einem Lonely Planet Reiseführer im Gepäck als einzige Vorbereitung für 11 Monate nach Australien aufgebrochen um nur kurze Zeit danach ähnlich unbekümmert 4 Monate ins winterliche Lappland loszuziehen. Holland, dachte ich, wird ein ähnliches Abenteuer. Dies stimmte so nicht ganz. Aber dazu später mehr.

 

Schritt 1: Nest bauen

Da war ich nun also. In einer Wohnung, die komplett kahl und unpersönlich danach lechzte, gemütlich gemacht zu werden. Die Grundvoraussetzungen waren da: Große, vom Boden bis zur Decke reichende Fenster, eine geräumige Küche mit Esstisch, ein Wohn- und Schlafecke, Badezimmer und Toilette. Beides ansprechend verteilt über 2 Ebenen – eine echte Maisonette-Wohnung. Und das allerbeste: 30 m2 Dachterrasse, angelegt wie ein kleines Gärtchen mit Blumenbeeten. Zugegeben, diese sahen zum Einzug ziemlich wüst aus aber halb so schlimm. Also zog ich erstmal los, kaufte Farbeimer, Pflanzen und Dekosachen und versuchte es ein wenig heimisch in unseren 4 Wänden zu machen.

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Schritt 2: Sprache lernen

Als ich nach Holland kam, war für mich klar: Ich möchte unbedingt die Sprache lernen. Nicht nur fand ich Niederländisch total entzückend, auch fand und finde ich noch immer, das man nur durch die Sprache ein Land und seine Leute “echt” kennenlernt. Deswegen habe ich bereits das halbe Jahr vor meinem Umzug in Deutschland einen Volkshochschulkurs besucht. Dies kann ich Jedem nur wärmstens ans Herz legen, ist dieser doch so viel günstiger als dann im Ausland. Darüber hinaus lernst Du mit anderen Deutschen, was bei einer Sprache wie Holländisch, welches dem Deutschen doch sehr ähnlich ist ein großer Vorteil ist. Aufgrund meiner Grundkenntnisse wurde ich beim Einstellungstest für den Sprachkurs bei der Universität von Amsterdam direkt auf B1-Niveau eingestuft, welches sehr gut ist. 6 Wochen lang besuchte ich Montag bis Freitag einen Intensivkurs und fühlte mich danach fit genug um meine Niederländisch-Kenntnisse auf die lokale Bevölkerung loszulassen. Leider ist dies gerade in Amsterdam gar nicht so einfach. Sobald die lieben, sprachgewandten Holländer nämlich merken, dass jemand die Sprache nicht so gut beherrscht kommen sie einem entgegen und antworten auf Englisch. Für einen Sprachanfänger, der sich die Worte ewig zurechtgelegt hat ganz schön deprimierend. In meiner neuen Heimatsstadt Haarlem ist glücklicherweise weniger der Fall, auch mein Freund und dessen Familie erweisen sich als geduldige Sprachpartner. Das größte Kompliment ist dann aber doch das erste Mal in Amsterdam eine holländische Antwort zu bekommen…
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Schritt 3: Jobsuche

Leider hatte ich mir einen ungünstigen Zeitpunkt zum Umzug gewählt: Ich platzte mitten in die niederländische Wirtschaftskrise hinein. Während ich in Deutschland nie ein Problem hatte, einen Job zu finden und mir sogar aussuchen konnte wo ich anfangen würde hatte ich nun das erste Mal Probleme Arbeit zu finden. All meine Luftschlösser von wegen “in Amsterdam gibt es jede Menge Touristen und daher auch für eine Touristikerin wie mich jede Menge Arbeit” zerplatzten wie eine Seifenblase. 3 Monate lang schrieb ich Bewerbung um Bewerbung, rannte von Vorstellungsgespräch zu Vorstellungsgespräch um letztendlich doch immer wieder den Satz zu hören: “Kerstin, wir finden Dich super und denken, dass Du eine tolle Kandidatin für den Job wärst, aber leider…” Wieder und wieder einen Niederlage zu verkraften, das zehrt ganz schön an einem.

 

Irgendwann war ich kurz davor ein Kreuzfahrtschiff zu besteigen, was ich allerdings dann doch wieder verwarf da mir beim Casting gesagt, wurde dass 97% der Beziehungen an Bord aufgrund mangelnder Zeit und Internet zerbrechen. Das war mir dann doch etwas zu krass. Also bewarb ich mich weiter. Mit der Zeit fiel mir beinahe die Decke auf den Kopf. Ich kannte lediglich ein paar Leute vom Sprachkurs und große Unternehmungen wollte ich nicht wagen, wusste ich doch nicht wie lange ich noch arbeitslos und ohne Einkommen sein würde. Das Highlight meines Tages war mein Freund, wenn er dann endlich von der Arbeit zurückkam. Für ihn war der Tag bereits gelaufen, für mich begann der Tag durch sein Erscheinen erst richtig.

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Heimat: Tübingen
Was ist Heimweh?

Zur gleichen Zeit stellte sich bei mir ein Gefühl ein, welches mir bis dato unbekannt gewesen war. Heimweh. Bereits als Kind hatte ich mich jedes Mal gefreut, wenn ich von zuhause weg durfte. Nie war ich von Heimweh geplagt. Doch erst jetzt Begriff ich, dass der Grund, weswegen ich nie Heimweh hatte darin lag, dass ich immer wieder nach Hause zurückkehren würde. Zuhause, wo meine Eltern mir einen sicheren Hafen boten und bei der Bewältigung der großen und kleinen Alltagssorgen mit Rat und Tat zur Seite standen. Hier, in Holland war ich das erste Mal komplett auf mich gestellt. Auch fühlte ich mich mit jeder Absage von diesem neuen Land abgelehnt und sehnte mich zurück nach Deutschland, wo die Auswahl meines Arbeitsplatzes nicht davon bestimmt war ob ich die Sprache ausreichend sprach. Ich fing an, Deutschland zu idealisieren.

 

Schritt 4: Erster Job

Glücklicherweise hielt dieser Zustand nicht ewig an. Eines Tages, flatterte die Einladung zum Vorstellungsgespräch in einem großen Unternehmen in der Reisewelt in mein E-Mail-Postfach. Und nicht einmal eine Woche später hatte ich meinen ersten Arbeitstag. Wie schön es war, wieder eine Aufgabe zu haben. Wieder Geld zu verdienen. Andere Leute zu treffen. Ich genoss die junge, internationale Atmosphäre bei meinem neuen Arbeitgeber. Der Arbeitsinhalt war nicht besonders herausfordernd, nach einer Zeit ging alles auf Auto-Pilot. Was die Arbeit aber vor allem ausmachte waren die Menschen. Menschen aus allen Himmelsrichtungen, jeder mit einer anderen, interessanten Geschichte.

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Schritt 5: Auf Erkundungstour gehen und Leute kennenlernen

Nach und nach, durch mein Einkommen ermutigt fing ich an, Erkundungstouren zu machen. Ich begann die Vorzüge meiner neuen Heimat zu schätzen, war Haarlem doch echt ein nettes Städtchen mit einem gemütlichen Zentrum, versteckten kleinen Höfen und (in den Sommermonaten) mit einem tollen Citybeach, welcher die beste Pizza von Haarlem auftischt. Auch die Nähe zum Meer – 8 km – lädt dazu ein selbst nach der Arbeit ab und zu noch eine Fahrradtour zu machen um eben die Füße in den Sand zu stecken und dem Meeresrauschen zu lauschen. Meine Arbeit befindet sich im Zentrum des nur 20 min entfernten Amsterdams. Jeden Tag schlendere ich entlang der Grachten, freue mich am Anblick der windschiefen Giebel und dem Flair der Stadt.

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Versteckte Innenhöfe in Haarlem

 

Wanna Meet Up?

Meine beste Entdeckung zu dieser Zeit: Meetup. Diese Plattform ermöglicht es, sich mit anderen Leuten zum Sport oder Unternehmungen zu verabreden. Ich stoße auf den “Dutch Walking Meetup”: Eine Niederländisch-Lehrerin bietet geführte Wanderungen in verschiedenen Teilen Hollands an, bei dem man zugleich seine Niederländisch-Kenntnisse verbessern kann. Ziel ist es, so viel wie möglich Niederländisch zu üben und gleichzeitig mehr von Holland kennenzulernen. Der schöne Nebeneffekt: Man lernt jede Menge Leute kennen. Gleich bei meiner zweiten Wanderung traf ich Luciana, Peruanerin mit niederländischem Partner und was Reisen und Unternehmungen angeht ähnlich enthusiastisch wie ich. Bis heute zählt sie zu meinen engsten Freunden hier in Holland.

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Tulpenwanderung mit Meetup

 

Neue Welten eröffnen sich

Mit einem sinkenden Schuldenberg und einem wachsenden Betrag zur freien Verfügung war es endlich wieder an der Zeit meiner Reiselust zu frönen. Großer Pluspunkt meiner neuen Heimat: Der Amsterdamer Flughafen liegt gerade mal 20 Minuten entfernt. Dieser bietet als eines der Drehkreuze in Europa Flüge in alle Himmelsrichtungen, oft auch zu unschlagbaren Preisen (Marokko für 120 Euro, Kroatien für 70,…). In meinem Heimatort in Deutschland bin ich sehr selten geflogen, da der Flughafen ziemlich weit entfernt und darüber hinaus sehr teuer war. Hier in Holland, wo das fliegen so einfach und auch bezahlbar ist eröffneten sich mir neue Türen. Zu Europa und der Welt.

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Karibische Stimmung am Strand von Bloemendaal

 

Schritt 6: Einen tollen Job finden

Wie bereits erwähnt war mein erster Job nicht besonders herausfordernd sondern sogar relativ eintönig. Im Laufe der Zeit kristallisierte sich heraus, dass in meiner Abteilung auch keinerlei Wachstumsmöglichkeiten bestanden, eine berufliche Sackgasse also. Ich begann, mich neben der Arbeit auf andere Stellen zu bewerben. Jedoch nur auf solche, die ich wirklich interessant fand. Einen Job, der meine Rechnungen tilgte, mich aber andersweitig nicht ausfüllte hatte ich ja bereits. Ganze 1,5 Jahre dauerte es bis ich endlich fündig wurde: Als Redakteurin in einem jungen, niederländischen Startup-Betrieb in der Reisebranche. Hier hatte ich endlich die Möglichkeit, in Eigeninitiative und -verantwortung Dinge in die Tat um zu setzen, kreativ zu sein und zu schreiben. Mir imponierte die Lockerheit, mit der alles angegangen wurde, dass man auch mal Fehler machen durfte und das Flair in der Firma. Es war schön, von Anfang an bei etwas dabei zu sein. Ich sah das deutsche Team zu einer festen Größe wachsen und dass ich Teil dieses Wachstums war, machte und macht mich stolz. Ein Happy End auf Jobebene also!

 

Schritt 7: Das erste Mal Holland als Heimat bezeichnen

Mein etwas holpriger Start durch die erschwerte Jobsuche zeigte noch lange Nachwirkungen. Eine ganze Zeit lang konnte ich dem Land nicht offen begegnen und Dinge unbeschwert auf- oder hinnehmen. Meine Heimat war immer Deutschland. Als Vielgereiste überraschte es mich, wie schwer ich mein Heimatland loslassen und mich komplett etwas Neuem hingeben konnte. Irgendwann begann ich zu verstehen, dass der Schlüssel zu meinem “Problem” nicht bedeutet Deutschland aus meinem Herz zu verbannen, sondern Holland zusätzlich hineinzulassen. Warum soll man nur eine “Heimat” haben dürfen? Heute kann ich stolz sagen: Ich habe zwei Orte, an denen ich mich Zuhause fühle.

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Rollentausch an Karneval
Resümee:

Meine größte Herausforderung beim Auswandern war eindeutig loszulassen. Einerseits den Gedanken, dass es nur eine Heimat gibt und anderseits immer für alles einen Plan haben zu müssen. Dazu muss man wissen: Ich bin ein obsessiver Planer. Wenn ich eines tue, weiss ich bereits was ich als nächstes tun werde. Mein komplettes Leben lang habe ich dafür gesorgt, dass wenn etwas zu Ende ging, für den nächsten Schritt bereits gesorgt war. Kindergarten, Schule, Gymnasium, Studium, Auslandspraktika, Arbeiten für Australien, Australien, Schweden, erster Job. Dann entschloss ich mich, Anfang März 2011 nach Holland zu gehen. Und hier hört der Plan auf. Denn, ob ich in Holland bleibe oder eines Tages doch wieder nach Deutschland gehe ist komplett offen. Und das machte und macht mir zu schaffen. Aber je länger ich hier bin macht sich die holländische Unbekümmertheit und Lockerheit bei mir Platz. “Komt wel goed” – das wird schon/ das ergibt sich schon – wie man hier so schön sagt…

 

Das ist toll am Leben in Holland:
  • Es ist sehr international, jeder kann im Sekundentakt die Sprache wechseln
  • Holland ist ein sehr liberales Land, wie die Haltung zu Homosexualität, Marihuana und der offene Umgang mit Prostitution sehen lässt
  • Die Begeisterung mit der Feste wie der Koningsdag (Königstag) oder Gay Pride gefeiert werden
  • Das Land ist relativ klein und man kommt fast überall mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hin – Auto nicht nötig
  • Fahrradfahren – macht Spaß und ist gesund (Kuriosität: Bakfiets, Fahrrad mit Kiste für Kinder und Einkäufe vornedran)
  • Die Holländer haben mehr Style (tut mir leid, Deutschland)
  • Die Nähe zum Meer – als süddeutsches Gewächs ein ausschlaggebendes Kriterium
  • WLAN gibt es überall gratis: Im Restaurant, Bahnhof, Zug,.. – wie toll!
  • In meinem Fall: Die Nähe zum Flughafen! Hallo Europa, hallo Welt!
  • Flache Hierarchien auf Unternehmensebene, jeder ist per Du miteinander

 

Das finde ich noch immer gewöhnungsbedürftig am Leben in Holland:
  • Geburtstage: Man gratuliert jedem Familienmitglied des Geburtstagskindes (und sogar seinem Partner) und jeder bekommt nur ein Stück Kuchen
  • Riesige Fenster ohne Gardine – Kein Wunder, dass sich das Gerücht der Vorhangsteuer hartnäckig hält
  • Friesland: Die einzige Provinz Hollands, die ihre eigene, offiziell anerkannte Sprache hat, die sonst kein Mensch versteht. Rate mal, wo mein Freund herkommt…
  • Die Liebe zu Fertigprodukten und Fritiertem – ab und zu okay, aber auf Dauer??
  • Das überteuerte Preis-Leistungsverhältnis verlangt nach dm-Extremshoppen bei Deutschlandbesuchen
  • Die allgemeine Lockerheit, z.B.kauft man sich auch mal ein Haus für ein paar Jahre – kein Wunder bei den Mietpreisen!
  • Die Einstellung es wird schon schiefgehen auf Unternehmensebene: Es wird erst etwas getan, wenn etwas schiefgeht

 

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Mit Freunden Koningsdag (Köningstag) feiern am Strand

Meine Tipps zum Auswandern nach Holland

  • Informiere Dich vorher über die Arbeitslage! In Holland funktioniert viel über sogenannte Uitzendbureaus, das sind Jobvermittlungen bzw. Zeitarbeitsfirmen wie Undutchables, Randstad, Unique Multilinugal. Es hilft, sich schon vorab bei diesen einzuschreiben und nach einem passenden Job Ausschau zu halten. Bekannte Jobbörsen sind Monsterboard und StepStone. Wer gezielt nach deutschsprachigen Stellen sucht wird in der Facebook Gruppe “Großraum Amsterdam – Deutschsprachige Stellen” fündig. Gut zu wissen: In den Niederlanden ist es unüblich sich mit Foto zu bewerben.
  • Mach Dich darauf gefasst, dass die Wohnungssuche schwer wird. Gerade in Amsterdam sind die Mietpreise einfach unglaublich hoch. Unter 600,- €/ Monat wirst Du im Zentrum nicht mal ein WG-Zimmer finden. Es lohnt sich also in der Umgebung von Amsterdam oder in den Vierteln außerhalb des touristischen Zentrums zu schauen. Und Achtung vor zwielichtigen Angeboten, bei denen man vor Besichtigung schon Geld bezahlen soll. Davon gibt es leider viel zu viele! Hilfreiche Facebook-Gruppen zur Wohnungssuche: Expat Republic Amsterdam, Room available in Amsterdam, Amsterdam Apartment, Amsterdam Apartments 4 Rent. Auch Wohnungssuchseiten wie Kamernet.nl, Pararius.nl oder Funda.nl sind empfehlenswert.
  • Neu in der Stadt? Dann kann ich Meetup empfehlen! Hier finden sich Gleichgesinnte, meist selbst Zugezogene zu sportlichen Aktivitäten, Ausflügen oder was das Herz beliebt zusammen. Den Möglichkeiten, zusammen etwas zu unternehmen sind keine Grenzen gesetzt.
  • Wenn Heimweh aufkommt: Es gibt eine Facebook-Gruppe für Deutsche in Amsterdam, welche auch regelmäßig Stammtische organisiert.
  • Jede Menge praktische Tipps zum Auswandern nach Holland sowie die ersten Schritte gibt es übrigens auch auf diesem Blog.

 

Sprache lernen in Holland

Wenn Du die Sprache lernen willst, mach bereits in Deutschland einen ersten Sprachkurs. Meine Empfehlung: Volkshochschule. Um ein vielfaches günstiger und besser auf die Lernverhältnisse Deutscher zugeschnitten als ein allgemeiner Sprachkurs. Wenn Du bereits im Land bist, kann ich die Holländisch-Sprachkurse am Goetheinstitut empfehlen. Der beste Buch zum Niederländisch lernen ist meiner Meinung nach Wat leuk! A1: Der Niederländischkurs*. 

Zum aufbauenden Lernen empfehle ich De moordenaar van Den Haag*, welches drei spannende Kurzkrimis beinhaltet, mit denen Du ganz nebenbei Dein Textverständnis und Deinen Wortschatz ausbaust! So macht Lernen sogar Spaß!

 

Ich hoffe, Dir hat meine Geschichte und meine Tipps zum Auswandern gefallen! Wenn Du noch weitere Fragen hast, schreib mir gerne! 

 

 

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Folge Kerstin:

Kerstin hat schon früh gemerkt, dass es sich lohnt, über den "Tellerrand" hinaus zu blicken und ihr Herz inzwischen an viele Orte verloren. Auf paradise-found.de schreibt sie von ihren Reiseerlebnissen, (versteckten) Lieblingsorten und gibt wertvolle Reisetipps.

39 Antworten

  1. Miriam
    | Antworten

    Superschöner Artikel! Und schön, dass du dich nun mittlerweile so wohl fühlst! Andy und ich lieben Holland! Am liebsten würden wir uns ein kleines Ferienhaus hinter der Grenze kaufen. Wir sind ja von Frühling bis Herbst fast einmal die Woche am Rederlaag oder in Doesburg zum Angeln. Wir lieben einfach, dass es gefühlt an jeder Ecke Wasser gibt und oft alles so niedlich und hergehübscht ist. Daher ist Holland für mich eigentlich das erste Land an das ich denke, wenn es um´s Auswandern geht… na ja, vielleicht gleichauf mit Dänemark, Schweden und Norwegen… ;-) GLG und nachher ein schönes Wochenende!

    • Kerstin
      | Antworten

      Danke liebe Miri! Ja, es ist schon erstaunlich wie sich alles entwickelt, wenn man es lässt… :) Inzwischen kann ich wirklich sagen, dass ich mich hier heimisch fühle. Das kann ich gut nachvollziehen, im Gegensatz zu meinem holländischen Freund genieße ich es das Umland zu erkunden und kann mich an den heimeligen Dörfchen mit Wassergräben und Brücken ewig erfreuen. Haha, wer weiß, vielleicht sind wir ja irgendwann Nachbarn! Wobei ich Euch Schweden und Dänemark auch nicht übel nehmen würde ;)
      Ganz liebe Grüße und ein tolles Wochenende zurück!
      Kerstin

  2. Simone
    | Antworten

    Hallo Kerstin, da haben wir ja einiges gemeinsam :-) Bei mir sind es aber schon ein paar Jährchen mehr, vom Alter her und auch was das Leben in Holland angeht. Prima Artikel und gut zusammengefasst.
    LG Simone

    • Kerstin
      | Antworten

      Hallo Simone,
      ha, ich sehe grade, dass Du auch ein süddeutsches Gewächs bist… ;) Ich wünschte, ich hätte bei meiner Ankunft in Holland Deinen Blog schon gekannt, das hätte vieles einfacher gemacht!
      Liebe Grüße,
      Kerstin

  3. Rod
    | Antworten

    Sehr toller Artikel, und so schön prägnant formuliert, man merkt, dass Du beide Nationalmentalitäten bereits angenommen hast! Grüße, Rod

    • Kerstin
      | Antworten

      Hallo Rod!
      Dankeschön! Freut mich, dass Dir mein Artikel gefällt! Haha, ja das passiert immer mehr. Ich kreiere auch schon die abgefahrensten holländisch-deutschen Satzgerüste :)
      Viele Grüße,
      Kerstin

  4. Klaverblauwtje
    | Antworten

    Ein toller Artikel! Mein Mann und ich denken auch darüber nach in die Niederlande auszuwandern. Mein Wunsch ist es schon, seitdem ich ein Kind bin. Für mich war in die Niederlande fahren immer gleichbedeutend mit nach Hause kommen. Woran das liegt kann mir niemand erklären – nicht mal ich selbst. Manchmal denke ich, dass es wie in der Liebe ist. Wenn man den Richtigen gefunden hat, dann weiß man es einfach und brauch auch keine logische Erklärung. Glücklicherweise liebt mein Mann die Niederlande ebenso wie ich.

    Mein Sprachniveau liegt zwischen C1 und C2, das meines Mannes zwischen A2 und B1. Er ist Softwareentwickler, also ist seine “Arbeitssprache” ohnehin Englisch.

    Wir versuchen im Moment den besten Zeitpunkt abzupassen, da wir nächstes Jahr ein Kind bekommen wollen. Was die Schwangerschaft und die Elternzeit angeht, ist Deutschland die deutlich angenehmere Alternative. Der zwangerschapsverlof in den Niederlanden dauert nur kurz und es gibt kein “Elterngeld”. Insofern überlegen wir zumindest bis nach der Geburt des ersten Kindes zu warten. Die Elternzeit ist sicherlich auch eine gute Gelegenheit für meinen Mann, den Job von DE nach NL zu wechseln, da ich in dieser Zeit bei ihm bleiben könnte, wir trotzdem noch ca. 65% meines letzten Gehaltes zur Verfügung haben und keine Fernbeziehung bis zum Ablauf der Probezeit führen müssten (vor allem, weil ganz besonders die erste Zeit mit dem Baby für beide Eltern etwas ganz besonderes ist und er sie miterleben möchte).

    Ich hoffe, dass wir den Schritt wagen. Manchmal ist es die Angst vor der Veränderung, die uns Menschen davon abhält, Großartiges zur erleben.

    • Kerstin
      | Antworten

      Hallo liebes Klaverblauwtje,
      den richtigen Spitznamen hast Du ja schon einmal! Überhaupt scheinst Du mir sehr auf der Höhe zu sein davon, wie das Leben in den Niederlanden aussieht und was Du Dir darunter vorzustellen hast. Das ist auf jeden Fall eine gute Vorraussetzung um nicht auf die Schnauze zu fallen und falschen Vorstellungen hinterherzujagen. So wie Du erzählst bist Du schon eine halbe Holländerin ;)
      Ja, die Kürze der Elternzeit ist in der Tat ein kleines Manko. Dafür muss ich sagen, ist die Zeit danach hier um einiges besser geregelt. Man hat das Recht auf Teilzeitarbeit, die Schule beginnt mit 4 Jahren und geht bis in den Nachmittag,…
      Ich drücke Euch die Daumen, dass Ihr für Euch die richtie Entscheidung trefft! Halt mich gerne auf dem Laufenden!
      Liebe Grüße,
      Kerstin

    • Silvi
      | Antworten

      Hallo Klaverblauwtje,
      es ist wohl schon ein Jahr her, dass du deinen Kommentar hier geschrieben hast – aber vielleicht liest du ja immernoch mit 😉
      Ich bin jetzt auf diesen tollen Bericht (Danke Kerstin!!!) gestoßen, da wir uns nun intensiver mit dem Plan, in Holland zu leben, beschäftigen.

      Nun stehen wir vor der selben Frage wie du damals – wir bekommen nächstes Jahr unser erstes Kind – und deswegen interessiert mich natürlich brennend, ob ihr eure Pläne verfolgt habt, ob du Informationen über “Mit Kind in Holland leben..” herausgefunden hast.

      Freue mich auf eine Antwort.

      • Kerstin
        | Antworten

        Hallo Silvi,
        ich drücke Dir die Daumen, dass Klaverblauwtje das noch liest!
        Liebe Grüße und alles Gute für Euch drei!
        Kerstin

      • Klaverblauwtje
        | Antworten

        Hallo liebe Silvi,

        natürlich lese ich das. Ich folge Kerstins Blog total gerne! :)

        Tja, wie das so ist… da macht man Pläne und dann kommt das Leben dazwischen. Bei uns war es eine Krebserkrankung meines Mannes (er ist 27 – wer rechnet da mit so etwas?). Das hat unser Leben sehr aus der Bahn geworfen. Allerdings sind wir beide von Natur aus Optimisten. Und mittlerweile haben wir die Krankheit hinter uns und hoffen, dass wir es auch wirklich langfristig geschafft haben. Denn: Alles komt goed. Altijd.

        Die Auswanderungspläne sind nach wie vor da und wir haben uns auch wirklich schon viele Gedanken gemacht zu dem Thema, Infos gesammelt, mit Freunden, Bekannten und Ämtern/Organisationen gesprochen. Wir haben uns entschieden, dass wir unser erstes Kind (ist in Planung) hier in Deutschland bekommen werden und im Anschluss daran die Elternzeit hier in Anspruch nehmen. Wir werden die Elternzeit auf zwei Jahre beantragen und dann (nach den ersten Monaten, die wir natürlich ganz intensiv mit unserem wunderbaren neuen Menschlein verbringen) die Realisierungsphase einleiten. Das heißt konkret: meinem Mann einen Job suchen, danach entscheiden, wo wir hinziehen wollen (in seiner Branche bekommt man meistens den Umzug bezahlt und erhält Hilfe bei der Wohnungssuche) und dann hier unsere Zelte abbrechen, meine Elternzeit abbrechen (je nachdem, wie lange die Phase dauert natürlich), meinen Job kündigen etc.

        Ich habe super viele Informationen zusammengelesen. Wenn du also Fragen hast oder einfach mal so drüber quatschen willst, sag Bescheid. Ich bin sicher, Kerstin wird da gerne helfen, damit wir unsere Mailadressen nicht offen ins Netz stellen müssen. :) Außerdem habe ich eine sehr liebe Freundin in Nord-Holland, die mir bei Fragen auch immer gerne hilft oder im Zweifel immer jemanden kennt, der jemanden kennt, der Ahnung davon hat.

        Ganz liebe Grüße
        Klaverblauwtje

        • Kerstin
          | Antworten

          Hallo liebes Klaverblauwtje,
          wow, das freut mich total, dass Du meinen Blog immer noch verfolgst! Es tut mir sehr leid zu hören, was sich bei Euch in der Zwischenzeit alles ereignet hat. Ich finde es wirklich beeindruckend und bewunderenswert, wie optimistisch Ihr trotzdem in die Zukunft schaut. Ich wünsche Euch alles, alles Liebe und vor allem (bleibende) Gesundheit!
          Wenn Ihr das gerne möchtet bin ich natürlich selbstverständlich bei einem (nicht öffentlichen) Austausch von E-Mail-Adressen behilflich!
          Ganz liebe Grüße schicke ich Dir aus Haarlem

          • Silvi
            |

            Hallo zusammen.

            Oh man.. das liest sich im ersten Moment nicht gut.. aber schön, dass ihr die schwere Zeit überstanden habt. So ein Kack…

            Ich freue mich total über die Antworten… und über den Vorschlag, mich weiterhin per Mail mit Dir auszutauschen.
            Also gern Leinen los und ab mit meiner Mailadresse in dein Postfach 😊
            Danke Kerstin!

            Liebe Grüße
            Silvi

          • Kerstin
            |

            Liebe Silvi, liebes Klaverblauwtje,
            ich habe soeben die Weichen für einen weiteren privaten Austausch gestellt. Schaut in Euer E-Mail-Postfach :)
            Liebe Grüße,
            Kerstin

  5. Jelena
    | Antworten

    Hallo Kerstin,

    ich spiele jetzt auch schon seit ein paar Monaten mit dem Gedanke, nach Holland zu ziehen. Ich war dort im Urlaub und kann das eigentlich kaum in Worte fassen wie toll ich es fand. So kenne ich es gar nicht von anderen Ländern in denen ich war. Dachte ich mach dort Urlaub und das wars, aber ich hab “Heimweh” nach dem Land, den Städten usw. So wie ich das Land kennengelernt habe, finde ich, kann man es in manchen Punkten wirklich schwer mit Deutschland vergleichen. Im Internet habe ich jetzt die letzten Tage angefangen mal zu schauen, wie genau sich das alles abspielen würde/könnte. Ich mach mir gerade wegen des Jobs Sorgen und wie ich das bei dir gelesen habe, ist das nicht so einfach. Auf den gängigen Seiten steht auch überall das gleiche. Die Sprache beherrsche ich leider nicht, kann man ja aber einrichten. Vielleicht könntest du mir nochmal Tipps geben, wie ich das am Besten machen könnte und wie es denn vllt. auch möglich wäre von Deutschland einen Job zu finden?

    Liebe Grüße,

    Jelena

    • Kerstin
      | Antworten

      Hallo liebe Jelena!
      Wie schön, dass Du mit dem Gedanken spielst auszuwandern. Zuerst einmal vorweg: Bei mir war die Jobsuche besonders schwer, weil ich mitten in die holländische Wirtschaftskrise hineingeraten bin und zudem in Deutschland vor meinem Umzug lediglich ein Jahr fest gearbeitet hatte und daher nicht wirklich viel Arbeitserfahrung zu bieten hatte. Inzwischen ist die Wirtschaftskrise vorüber und Jobs sind wieder einfacher zu finden.

      Meine Bloggerkollegin Simone von Nach Holland hat dem Thema Auswandern nach Holland eine ganze Rubrik gewidmet. Unter diesem Link hat Sie die für die Niederlande relevanten Jobportale und Uitzendbureaus aufgelistet und gibt detaillierte Info wie das alles funktioniert. In welchem Bereich suchst Du denn? Dann kann ich Dir evtl. noch gezieltere Information zukommen lassen.

      Ach ja, schon einmal gut zu wissen für die Bewerbung: In den Niederlanden ist es unüblich sich mit Bewerbungsfoto zu bewerben.

      Viele Grüße,
      Kerstin

  6. Brigite
    | Antworten

    Daaaaanke Kerstin.
    Die wohligen Schauer in mir wollen gar nicht nachlassen … Zuerst lernte ich einen für mich viel zu netten Typen in Griechenland auf Samos Mitte August kennen, per Zufall – mein Sohn wollte mit einem französisch sprechenden Kind spielen und ich vermittelte über dessen Vater auf Englisch, was aber gar nicht so leicht war und der bereits erwähnte “viel zu nette Typ” schaltete sich in unsere Konversation ein. Die französische Familie, der “viel zu nette Typ”, (habe ich schon erwähnt, dass er Holländer ist? Er ist es!) und wir zwei Beide, mein Sohn und ich, verbrachten viele Tage zusammen. Letztlich schweißte uns mein Scooter (Roller) Unfall zusammen und aus “viel zu nett” (für eine taffe alleinerziehende Berlinerin mit halbstarkem Sohn) wurde wahnsinnig interessant, WOW und jetzt am 25.09. ein: “Willst du mich heiraten?”
    SORRY – aber ich musste das hier einfach mal loswerden, sonst platze ich noch vor lauter Glückseeligkeit.
    WIR KOMMEN AUCH :)

    • Kerstin
      | Antworten

      Hallo liebe Brigitte!
      Oh wow, was für eine tolle Geschichte! Ich freu mich grade wahnsinnig, dass Du mich an ihr teilhaben lässt und gratuliere ganz herzlich zur Verlobung!! Wie lange kennt Ihr Euch denn schon? Und wann kommst Du hierher? Und wo wohnt Dein viel zu netter Typ denn hier in Holland? Ach, wie spannend das alles ist! Wenn Du Tipps zum Umsiedeln brauchst melde Dich total gerne!
      Viele Grüße und alles Liebe für Euch!
      Kerstin

  7. André
    | Antworten

    Hi Kerstin hab ich den überhaupt eine Chance auch wenn ich nur wenig englisch und gar kein Holländisch kann mein plus Punkt ist wie ich denke mein Beruf Koch

    Was denkst du dazu

    • Kerstin
      | Antworten

      Hallo André,
      schön, dass Du mir schreibst! Holländisch ist in den Niederlanden und vor allem in Amsterdam kein Muss, da es sehr international ist und jeder sehr gut englisch spricht. Allerdings sollte man der englischen Sprache schon einigermaßen mächtig sein, da deutsch nur noch in den Grenzregionen und sehr touristischen Gebieten wie den Inseln und Zeeland gesprochen wird. Wenn Du also nicht unbedingt englisch sprechen willst bzw. kannst kann ich Dir solche Regionen für den Einstieg empfehlen. Ansonsten empfehle ich, Deine englischen Sprachkenntnisse aufzufrischen.
      Liebe Grüße,
      Kerstin

  8. Alexander
    | Antworten

    Hallo liebe Kerstin.
    Ich habe deinen Artikel mit Spannung verfolgt nun habe ich noch eine Frage an dich, wie ist das mit der Krankenversicherung in Holland?

    Liebe Grüsse
    Alex

    • Kerstin
      | Antworten

      Hallo Alex,
      freut mich, das Dir mein Artikel gefallen hat! Sobald Du hier in den Niederlanden arbeitest musst Du Dich auch hier versichern. Die Versicherung bezahlt man in der Regel selbst und wird nicht automatisch vom Lohn abgezogen. Also wenn Du hier anfängst brauchst Du eine Wohnadresse, um Dich bei der Gemeinde einschreiben zu können. Dann bekommst Du eine BSN-Nummer, die Du beim Arbeitgeber einreichen musst. Außerdem brauchst Du ein Bankkonto und wenn Du das hast auch eine Versicherung.
      Wenn Du noch mehr Fragen hast, lass es mich gerne wissen!
      Liebe Grüße,
      Kerstin

  9. Jenny
    | Antworten

    Hallo Kerstin,

    Danke für diesen tollen Artikel! Er bestärkt mich in meinem Vorhaben nach Holland zu ziehen :)
    Allerdings würde ich meinen Job in Deutschland behalten wollen und pendeln. Kannst du mir eventuell irgendwas dazu raten? Macht es alles eher einfacher oder schwerer?

    Viele Grüße,
    Jenny

    • Kerstin
      | Antworten

      Hallo Jenny,
      Freut mich, dass Du die Entscheidung zu einem Umzug nach Holland getroffen hast! Leider habe ich keinerlei Erfahrungen zum Thema pendeln, da ich ohne Job hierher gekommen bin. Allerdings kann ich Dir was die Versicherung betrifft dann das “E106”-Formular ans Herz legen, das ist das sogenannte Grenzgängerformular, welches Grenzgängern in beiden Ländern (in Deinem Fall dann in den Niederlanden und in Deutschland) erlaubt zum Arzt zu gehen. Da Deine Arbeit in Deutschland bleibt bist Du weiterhin in Deutschland hauptversichert. Ansonsten solltest Du eigentlich wenig Probleme haben.
      Viele Grüße und alles Gute für Dich!
      Kerstin

      • Jenny
        | Antworten

        Lieben Dank für deine Antwort :)
        Über das Formular werd ich mich auf jeden Fall informieren!

        Grüße, Jenny

        • Kerstin
          | Antworten

          Sehr gern geschehen, Jenny! Falls ich Dir mit anderen Fragen noch weiterhelfen kann, sag gerne Bescheid!
          Viele Grüße, Kerstin

  10. Andreas
    | Antworten

    Hi Kerstin,

    toller Artikel und vor allem sehr informativ.
    Meine Freundin und ich überlegen auch grad, nach Holland zu ziehen.
    Mich würde interessieren, in welchem Teil von Haarlem du ungefähr gewohnt hast/noch wohnst.
    Des weiteren bin ich leider, durch etliche Besuche in USA und nicht so guten Erfahrungen mit unbekannten Gegenden sehr Vorsichtig geworden. Daher wuerde mich sehr interessieren wie sicher Haarlem ist. Aktuell leben wir noch in München bzw. etwas ausserhalb, das heisst ich wir sind aus der Stadt und wissen, dass Städte immer gute und nicht so gute Gegenden haben :)

    Vele groeten uit Duitsland,

    Andreas

    • Kerstin
      | Antworten

      Hallo Andreas,
      schön, dass Du mir schreibst! Bitte verzeihe die späte Antwort, ich war grade in Jordanien! Was die Sicherheit angeht kann ich Dich beruhigen. Ich habe mich noch selten in einem Land so sicher gefühlt wie in den Niederlanden. In den 6 Jahren, die ich nun hier wohne habe ich mich noch kein einziges Mal unwohl gefühlt als Frau nachts alleine auf der Straße. Sicher hat Haarlem schönere und nicht so schöne Gegenden. Schalkwijk ist zum Beispiel weniger schön (viele Hochhäuser, wenig Grün), das Zentrum oder Haarlem Noord (wo ich wohne) ist dagegen gut angebunden und wesentlich hübscher.
      Lass mich gerene wissen, wenn Du noch Fragen hast!
      Ich wünsche Euch alles Gute!
      Liebe Grüße aus Haarlem,
      Kerstin

      • Andreas
        | Antworten

        Hi Kerstin,

        kein Problem :)
        Na das klingt doch super.
        Wir hatten uns mal so ein paar Wohnung in Schalkwijk rausgesucht, immerhin ist es dort ja am billigsten aber vllt. überdenken wir das dann nochmal.
        Das mit der Sicherheit hab ich mir schon fast gedacht :) ich wollte es nur nochmal von jemanden hören(/lesen), der dort wohnt.

        Danke fuer die Infos, es war auf jeden Fall sehr hilfreich :)

        Liebe Gruesse aus Muenchen :)

        • Kerstin
          | Antworten

          Hi Andreas,
          Ihr könnt Euch Schalkwijk ja einfach mal unvoreingenommen anschauen, wenn Ihr mal hier seid. Vielleicht findet Ihr es ja auch ganz erträglich ;) Viel Erfolg bei der Wohnungssuche! Schön, ein paar “Südlichter” bald in der Nähe wohnen zu haben! :)
          Liebe Grüße,
          Kerstin

  11. […] den Großteil meines Lebens (mit mehr oder weniger langen Auslandsauszeiten) verbracht, bevor ich 2011 in die Niederlande aufbrach, wo ich seither lebe. Wie so oft wurde mir erst aus der Ferne bewusst, wieviel Tolles und […]

  12. Nina
    | Antworten

    Hallo Kerstin,
    wir wollen ebenfalls in die Niederlande auswandern. Dein Artikel hat uns sehr inspiriert. Aber eines würde mich doch brennend interessieren, denn wir stehen genau vor diesem Problem. Wie konntest du eine Wohnung mieten ohne Arbeitsvertrag?
    Schöne Grüße aus Karlsruhe,
    Nina

    • Kerstin
      | Antworten

      Hallo Nina,
      freut mich, dass Euch mein Artikel inspiriert hat. Ich hatte damals das große Glück, dass mein holländischer Freund bereits gearbeitet hat und wir in den Niederlanden direkt zusammengezogen sind. Ansonsten wäre es für mich auch schwierig geworden. Eventuell braucht Ihr dann jemanden, der für Euch bürgt. Wollt Ihr komplett ohne Job nach Holland kommen?

      Liebe Grüße,
      Kerstin

  13. Lili
    | Antworten

    Hallo Liebe Kerstin,

    ich bewundere dich, wie du alles geschafft hast, im Gegensatz zu mir.
    Ich lebte 6 Jahre lang im Holland und jeden Tag wünschte ich ,nach Deutschlang zurückkehren.Ich habe keine Arbeit gefunden, das Wetter, Meschen und das Gesundheissystem war katastrophal.
    Ich bin seit einem Jahr zurück. Nach solange Pause ist auch hier schwierig eine gute Arbeitsplatz zu finden. Ich bin gelernte Mediengestalterin.
    Mein Mann wollte nicht so schnell mit kommen, weil für ihn ist nicht leicht sein Heimat zu verlassen.
    Jetzt bin ich verzweifelt, ob ich zurück gehen oder doch weiter versuchen in Deutschland wieder Fuß zufassen.

    LG

    • Kerstin
      | Antworten

      Liebe Lilli,
      Schön, dass Du mir schreibst! Ein wenig kann ich nachvollziehen, wie Du Dich fühlst, da es mir am Anfang ähnlich erging. Wäre es für Dich vielleicht möglich, ortsunabhängige Arbeit zu finden? Ich kann mir vorstellen, dass es sowas für Mediengestalter auch gibt? Dann kannst Du immer wieder probeweise zurück in die Niederlande und schauen, wie es Dir dann gefällt. Weiß nicht, ob das eine Möglichkeit ist? Wenn es nichts in Deinem Feld gibt, vielleicht gibt es dann etwas anderes? Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen, dass Du bald einen Job findest.
      Alles Liebe und ganz viel Kraft Dir,
      Kerstin

  14. Franziska
    | Antworten

    Hallo Kerstin, vielen Dank für deinen Post, den ich sehr interessiert gelesen habe! Ich denke immer mal wieder darüber nach, für einige Zeit in die Niederlande zu gehen, aber ohne Job möchte ich dieses Wagnis (noch) nicht eingehen. Für mich als Redakteurin war es deshalb besonders spannend, von deinen Erfahrungen zu lesen. Hast du vielleicht ein paar Tipps speziell für deutschsprachige Redakteure?
    Viele Grüße! Franziska

    • Kerstin
      | Antworten

      Hallo Franziska,
      schön, dass Du mir schreibst! Was Du vielleicht wissen solltest zum Redakteur-Dasein in den Niederlanden: Hier ist man sehr viel einfacher Redakteur als in Deutschland. Oft genügt bereits das fließende, halbwegs kreative Schreiben einer Sprache um sich als “Editor” oder “Redacteur” (so die niederländische Bezeichnung) bewerben zu können. Ich arbeite in der Redaktion eines Reiseveranstalters. 99% meiner Mitarbeiter (mich eingeschlossen) haben keinen journalistischen Hintergrund, sondern sind Quereinsteiger. Wer eine echte journalistische Karriere in deutscher Sprache hinlegen möchte, sollte meiner Meinung nach besser in Deutschland bleiben. Wenn die Liebe zu und das Interesse an den Niederlanden größer ist, findest Du hier sicherlich einen Job. Alles eine Frage der Prioritäten. ;) Ich hoffe, diese Antwort hat Dich etwas weitergebracht. :)
      Viele Grüße,
      Kerstin

      • Franziska
        | Antworten

        Liebe Kerstin, vielen Dank für deine Antwort und Einschätzung :) Momentan arbeite ich als Content Editor, deshalb wären redaktionelle Stellen im E-Commerce tatsächlich auch etwas für mich. Dann werde ich mal verstärkt nach “Editor” bzw. “Redacteur” suchen.
        Viele Grüße! Franziska

        • Kerstin
          | Antworten

          Hallo Franziska,
          super, dann steht der Jobsuche ja nichts mehr im Wege. Ich drücke Dir die Daumen!
          Viele Grüße,
          Kerstin

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