Slea Head Drive – die schönste Panoramastraße Irlands

Slea Head Drive – die schönste Panoramastraße Irlands

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Céad Míle Fáilte – tausendfach Willkommen! So lautet der traditionelle Willkommensgruß in Irland. Eines wird sofort klar: die Iren sind ein herzliches Völkchen. Neben der irischen Gastfreundschaft zieht einen Irland mit seinen atemberaubenden Landschaften in seinen Bann. Mein Favorit? Die Dingle Peninsula, genauer gesagt der Slea Head Drive.

Rund 30 km lang führt der kurvenreiche Slea Head Drive entlang der spektakulären Küste der Dingle Peninsula an der wilden Westküste Irlands. Die Route ist nicht nur mit atemberaubenden Aussichten gespickt sondern bietet mit seinen Forts, Steinkreisen und Beehive Huts auch einen Einblick in die Geschichte Irlands. Siedler aus der Bronzezeit, mittelalterliche Mönche, englische Landlords und Hollywood-Regisseure formten dieses Stück Erde und hinterließen ihre Spuren – bis heute. Für mich zählt diese Strecke zum schönsten Teil unseres Roadtrips durch Irland.

Slea Head Drive – die Route

 

Slea Head Drive – die Highlights

Dingle Town

Dingle ist ein charmanter Fischerort und Irlands größte gälisch sprechende Stadt Irlands. Hier kann man gemütlich in den farbenfroh gestrichenen Straßen flanieren, den menschenliebenden Delphin Fungie aufsuchen (wer kein Glück hat findet vor der Tourist Information eine Statue von ihm), der sich in der Bucht vor Dingle seit den 80er Jahren tümmelt oder aber in einem der urigen Pubs bei einem Guiness der Live Musik lauschen. Einheimische behaupten, dass Dingle mit seinen 52 Pubs auf 1.300 Einheimische mehr Bars als jede andere Stadt in Irland besitzt.
Mein Tipp: Decke dich im hiesigen Supermarkt mit Lebensmitteln ein und veranstalte unterwegs auf dem Slea Head Drive ein Picknick, schöne Picknickspots gibt es auf der Strecke mehr als genug.

 

Slea Head Drive – die schönste Panoramastraße Irlands

Famine Cottage

Wer in die harte Geschichte Irlands zur Zeit der Hungersnot von 1845 bis 1852 eintauchen möchte, sollte das Famine Cottage besuchen. Hier wird anschaulich über den Alltag im damaligen Irland und die vernichtenden Konsequenzen der durch die Kartoffelfäule hervorgerufenen Hungersnot berichtet. Letztendlich ließ die Hungersnot die Bevölkerung Irlands um ein Viertel schrumpfen, circa 1 Millionen Menschen starben, 2 Millionen Menschen wanderten aus. Ein bewegender Ort.

Slea Head Drive – die schönste Panoramastraße Irlands

Slea Head Drive – die schönste Panoramastraße Irlands

Beehive Huts

In den dunkelsten Tiefen des Mittelalters flohen friedliebende, Bücher liebende Mönche aus dem Chaos des Kontinents und ließen sich hier, am Rande der damals bekannten Welt nieder. Sie lebten ihr klösterliches Leben in einfachen Steiniglus, wegen ihrer Form auch Beehive Huts (Bienenstockhütten) genannt. Bis zum heutigen Tage sind auf der Dingle Peninsula noch Beehive Huts erhalten.

Slea Head Drive – die schönste Panoramastraße Irlands
Die bienenstockförmigen Beehive Huts
Slea Head Drive – die schönste Panoramastraße Irlands

Slea Head

Slea Head – der Ort, der dieser Route ihren Namen trägt ist mit einem großen weißen Kruzifix markiert und bietet ein fantastisches Panorama mit den Skellings im Süden, Dunmore Head, den westlichsten Punkt Irlands, im Norden und den Blasket Islands im Westen. Wer Glück hat sichtet hier den einen oder anderen Delphin.

Slea Head Drive – die schönste Panoramastraße Irlands
Slea Head

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Coumeenole Beach

Selten habe ich einen idyllischeren Strand gesehen als Coumeoole Beach. Für mich der Inbegriff von Irland: saftige, grüne Wiesen mit grasenden Schafen, die so typischen Steinhäuschen und -mäuerchen, sanfte Hügel, die zu steilen Klippen hinabfallen, goldfarbener Strand und türkisfarbene Wellen, die gegen die Felsen prallen. Kaum sattsehen konnte ich mich an diesem Anblick. Ein Moment, den ich nicht so schnell vergessen werde.

Slea Head Drive – die schönste Panoramastraße Irlands

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Slea Head Drive – die schönste Panoramastraße Irlands
Slea Head Drive – die schönste Panoramastraße Irlands

Dunquin Pier (Dún Chaoin)

Während meiner Vorbereitung auf unsere Irland-Reise stieß ich immer wieder auf ein bestimmtes Bild: Eine Schafherde, die dicht an dicht gedrängt ein enges, gewundenes Sträßchen eines grünen Berges hoch trotten, im Hintergrund das glitzernde Meer. Sofort war klar: Hier will ich hin! Nach einigem Hin und Her wurde ich schließlich fündig: Dunquin Pier oder auch Dún Chaoin ist der Name dieses magischen Ortes. In Realität ist die Aussicht sogar noch schöner als auf den gefundenen Bildern, auch wenn sich bei uns keine Schafe den Aufgang hinauf schieben. Dunquin Pier dient seit jeher als Hafen zu den Blasket Islands. Früher wagten sich die Menschen mit traditionellen “Currach” Ruderbooten beladen mit Torf, Lebensmitteln, Fisch und manchmal sogar lebendigen Tieren durch die Wellen, heute fährt ein bequemer Fährdienst zwischen Dunquin Pier und den inzwischen unbewohnten Blasket Islands. Wer sich für das Leben auf den Blaskets Islands bis 1953 (der Zeitpunkt, zu dem die Inseln von Menschen verlassen wurden) interessiert, sollte unbedingt das Blasket Visitor Center in Dunquin besuchen.

Achtung: Dunquin Pier liegt nicht am Ende von Coumenoole Beach. Nach den Schilder mit „Dún Chaoin” Ausschau halten. Die Bilderbuchaussicht über die Bucht und das Dunquin Pier erhält man übrigens wenn man den kleinen Berg beklimmt.

Slea Head Drive – die schönste Panoramastraße Irlands
Dunquin Pier

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Wo liegt es?

Die Dingle Peninsula befindet sich an der wilden Westküste Irlands, ca. 2,5 Autostunden von Cork entfernt. In Cork befindet sich ein internationaler Flughafen.

Warst Du schon einmal in Irland? Was war für Dich der schönste Ort? Erzähl es mir in den Kommentaren!

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Folge Kerstin:

Kerstin hat schon früh gemerkt, dass es sich lohnt, über den "Tellerrand" hinaus zu blicken und ihr Herz inzwischen an viele Orte verloren. Auf paradise-found.de schreibt sie von ihren Reiseerlebnissen, (versteckten) Lieblingsorten und gibt wertvolle Reisetipps.

10 Antworten

  1. Christian
    | Antworten

    Verdammt, sieht das genial aus! Da haben wir wohl echt was verpasst als wir nur durch den Norden Irlands gedüst sind. Dort gibt es aber auch einige schöne Flecken.

    LG
    Christian

    • Kerstin
      | Antworten

      Hey Christian!
      Dankeschön für Deinen lieben Kommentar! Das glaube ich sofort, dass es im Norden Irlands toll ist. Will unbedingt mal zu den Dark Hedges dort, dem legendären Baumtunnel. Warst Du da? Und für die Dingle Peninsula lohnt es sich auf jeden Fall noch einmal zurück zu kommen und den Südwesten zu erkunden.
      LG, Kerstin

  2. […] auf einer Almhütte in Südtirol, die Flossfahrt auf der Mecklenburgischen Seenplatte und der Roadtrip auf der irischen Dingle Peninsula einfach einmalig waren habe ich mein schönstes Reisefoto doch aus Kuba […]

  3. Zimmermann Marisa
    | Antworten

    Wir fahren am Samstag nach Dingle ,um so mehr freue mich jetz nach dem ich deinen Bericht gelesen habe !
    Danke!!!

    • Kerstin
      | Antworten

      Hallo Marisa!
      Wie schön! Ich drücke Euch die Daumen, dass das Wetter annähernd so gut ist wie bei uns damals! Mit Sonne ist es einfach am schönsten! Viel Spaß wünsche ich Euch!
      Viele Grüße,
      Kerstin

  4. Caroline
    | Antworten

    Hallo,
    Ein wunderschöner Artikel über Irland! Meine Eltern sind Irlands Fans (und deren ganze Freund wohlgemerkt, von welchen manche ein Haus besitzen, in Castlegregory, in der Nähe von Trallee). Ich war schon öfter in Irland aber nur ein Mal richtig bewusst mit 15, da ich vorher sehr jung war und mich nicht mehr an alles erinner. Wir waren in Castlegregory, haben die Maharees, die Dingle Peninsula, den O’Connor Pass, das Black Valley, den Killarney National Park und weitere tolle Orte besucht an deren Namen ich mich gerade nicht ganz erinnern kann. ..

    • Kerstin
      | Antworten

      Hallo Caroline,
      aus Deinem Kommentar spricht ganz viel Irland-Liebe! So wie Du schwärmst muss ich unbedingt noch einmal zurück! Ich hoffe, Du kommst auch bald nochmal zurück!
      Liebe Grüße,
      Kerstin

  5. […] Trip durch Irland u.a. auf der wunderbaren Dingle Peninsula (4 […]

  6. Claudia
    | Antworten

    Hallo Kerstin, wie ist das denn mit B&B auf dieser Strecke? Hattet ihr vorher gebucht oder spontan? Klingt nach einer traumhaften Route!
    In welchem Monat hast Du die Tour gemacht?
    LG Claudia

    • Kerstin
      | Antworten

      Hallo Claudia,
      bitte verzeihe die späte Antwort, ich war mal wieder unterwegs. Freut mich, dass Dir die Route gefällt. Sie war wirklich traumhaft! Wir hatten vorab gebucht und sind im Short Strand Dingle untergekommen. Echt empfehlenswert. Klein, gemütlich und mit leckerem Frühstück! Meine Tour habe ich damals im März gemacht. Wir hatten echt mega das Glück und die ganze Zeit Sonnenschein pur.
      Viel Spaß in Irland wünsche ich Dir, hab ne tolle Zeit!
      Liebe Grüße,
      Kerstin

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