George Town Tipps

George Town – Tipps für die künstlerische Hauptstadt von Penang

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George Town verzaubert – mit einzigartiger Street Art an den Hauswänden, mit kultureller Vielfalt, mit hippen Cafés und mit Unterkünften, die mit ihrem außergewöhnlichen Interieur überzeugen. George Town ist einer der Orte, die Du auf Deiner Malaysiareise unbedingt besuchen musst. Meine George Town Tipps möchte ich, Lisa, in diesem Beitrag mit Dir teilen.

Zuerst einmal vorneweg: George Town ist eine Stadt, die mich sehr überzeugt hat und ich kann mir gut vorstellen, dort einmal für eine längere Zeit zu leben. Die Authentizität der historischen Innenstadt und das bunte Nebeneinander der Religionen und Kulturen schaffen eine ganz besondere Atmosphäre, die sofort Besitz von einem ergreift. Kein Wunder, dass George Town seit 2008 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Der Grund für die ethnische Vielfalt hat George Town übrigens seiner Lage an der Straße von Melaka zu verdanken, die bereits ab Ende des 18. Jahrhunderts zu einer der wichtigsten Handelsstraßen Südostasiens zählte. Komm mit mir auf Entdeckungsreise durch George Town!

George Town Tipps: Street Art

George Town Tipps

Wo befindet sich George Town und wie komme ich dahin?

George Town ist die Hauptinsel der Insel Penang, liegt im Norden auf der malayischen Halbinsel und lässt sich ganz einfach mit Bus oder Zug aus allen Ecken des Landes erreichen. Außerdem führen vom Festland zwei große Autobahnbrücken nach Penang, eine zum östlichen und eine zum südlichen Teil der Insel. Ich bin aus Ipoh mit dem Zug nach Butterworth angereist und dann weiter mit der Fähre auf die Insel Penang gefahren. Der Hafen liegt in der Nähe der Altstadt und innerhalb von 10 Gehminuten konnte ich meine Unterkunft erreichen.

 

Transportmittel nach George Town

Zug & Fähre

Nach George Town lässt es sich am besten mit dem Zug anreisen. Es gibt einen Direktzug, zum Beispiel von Ipoh nach Butterworth, und dieser kostet inklusive Sitzplatz 42 MYR (10.20 CHF, 9.00 €). Vom historischen Bahnhof in Ipoh fahren 5 Züge am Tag. Hier kannst Du die Abfahrtszeiten abrufen und schauen, wann Du in Butterworth ankommen wirst. Mein Tipp: Für eine Fahrt am Wochenende lohnt es sich, einen Tag vor Abfahrt das Ticket am Bahnhof zu kaufen.

Vom Zug geht es weiter auf die Fähre nach Penang, welche gleich neben dem Bahnhof, nur etwa 10 Gehminuten vom Bahnsteig entfernt, abfährt. Der Weg zur Fähre ist gut angeschrieben und sehr einfach zu finden. Das Ticket kannst Du an einem der Schalter für 1.20 MYR (0.30 CHF, 0.26 €) vor Ort kaufen. Die Überfahrt mit der Fähre dauert etwa 20 – 30 Minuten.

Die erste Überfahrt von Butterworth nach Penang ist um 5:20 Uhr und die letzte Fähre startet um 0:10 Uhr. Von Penang nach Butterworth kannst Du um 5:40 Uhr das erste Mal aufs Festland fahren und die letzte Fahrt geht um 0:40 Uhr. Beachte, dass die Fähren immer im 20-30 Minuten Takt fahren, nach 22 Uhr jedoch nur noch im 60 Minuten-Takt. Die Kosten für die Fähre für einen Erwachsenen liegen bei 1.20 MYR, für ein Auto RM 7.70.

Auto

Die Insel Penang lässt sich vom Festland aus gut mit dem Auto erreichen, da sich im Osten und im Süden zwei lange Autobahnbrücken befinden. Auf diesen gilt eine maximale Geschwindigkeit von 100 km/h. Gefahren wird wie überall in Malaysia im Linksverkehr. Die Überfahrt vom Festland dauert ca. 15-20 Minuten. Alternativ kannst Du auch die Fähre nehmen, welche neben Menschen und Rollern auch Autos mitnimmt. Für die Mitnahme im Auto zahlst Du 7.70 MYR, was umgerechnet 1.90 CHF bzw. 1.70 € sind.

Flugzeug

Penang (PEN) hat einen eigenen Flughafen am süd-östlichen Rand der Insel. Wenn Du einen Flug nach Kuala Lumpur (KUL) gebucht hast, kannst Du direkt von dort aus weiterfliegen und bist innerhalb von einer Stunde im Norden des Landes. Ein Flug mit Malaysia Airlines kostet z.B. 21 CHF (18.50 €). Der Flug mit Air Asia ist preislich ähnlich und liegt bei 23 CHF (20 €). Für die Flugverbindungen schaue ich immer über die Seite von Skyscanner. Diese Flugsuchmaschine sucht für Dich nach der günstigsten Variante.

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Meine Unterkunft in George Town

Auf dem Weg zu meiner Unterkunft, konnte ich mich bereits von der künstlerischen Atmosphäre George Towns überzeugen und hätte am liebsten an jeder Ecke angehalten, um das Gesehene fotografisch zu dokumentieren. Mein Doppelzimmer habe ich via Airbnb gefunden und es hat mein Interieur-Herz höher schlagen lassen. Jamie und Alvin, die Gastgeber der Unterkunft, sind Architekt und Künstler, was den besonderen Stil und das Gefühl von Ästhetik der Unterkunft erklärt. Ich würde jederzeit wieder hier übernachten oder am liebsten sogar direkt dort einziehen. Wenn Du auch dort übernachten möchtest, kannst du das Doppelzimmer direkt hier buchen.

George Town Tipps: Unterkunft in George Town
Meine Unterkunft via Airbnb – Schlafzimmer

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George Town Sehenswürdigkeiten

Street Art in George Town 

Durch die vielen kleinen Gassen der Hauptstadt lässt man sich am besten zu Fuß treiben und entdeckt seine wunderbare Street Art, für die  George Town weit über die Grenzen Asiens bekannt ist. Die Street Art Szene fand ihren Anfang im Jahr 2009, als ein internationaler Wettbewerb Illustrationen aus geschweißtem Metall hervorbrachte, die humorvolle Anekdoten über George Town und seine Geschichte erzählen. Im Jahr 2012 erstellte der Litauer Ernest Zacharevic im Zuge des George Town Festivals 6 Installationen erstellte, die Szenen des täglichen Lebens reflektierten und dazu führten, dass BBC ihn zu Malaysia’s Antwort auf Banksy kürte. Zu seinen bekanntesten Installationen zählen “Little children on a Bycicle”  und “Boy on a Motorcycle”. Wenn Du Dir einen Überblick über die Street Art in George Town machen willst, empfehle ich Dir die Street Art Broschüre des Touristeninformation oder diesen hilfreichen Blogbeitrag von meinen Reisebloggerkollegen von My-Road.de.

“Little children on a Bycicle” von Ernest Zacharevic

 

Moschee Masjid Kapitan Keling

Einige andere Touristen haben sich auch ein Fahrrad geliehen oder sich von einem Rikscha-Fahrrad herumfahren lassen. Vorbei an den vielen bunten Street Art Bildern, fand ich meinen Weg zur ältesten Moschee “Masjid Kapitan Keling” auf Penang, welche im 19. Jahrhundert von muslimischen, indischen Händlern errichtet wurde.

Nachdem ich am Eingang einen Umhang bekommen habe um Beine und Kopf zu bedecken durfte ich an einem kostenlosen geführten Rundgang teilnehmen. Die Gruppe durfte alles fragen, was man schon immer über den Islam wissen wollte. Zum Beispiel erfuhr ich, dass 5 Mal am Tag gebetet wird, um welche Zeit und dass man auf Reisen auch Vorbeten kann, wenn man im Flugzeug fliegt oder mit der Bahn unterwegs ist. Nur vergessen sollte man keines der Gebete. Frauen und Männer dürfen in der gleichen Moschee beten, allerdings in abgetrennten Räumen. Die Körper dürfen sich nicht berühren und Frauen dürfen nicht in den vorderen Reihen stehen, also vor den Männern, weil diese sich sonst am weiblichen Körper ergötzen könnten. Echt interessant!

 

“Chew Jetty”

Zurück in Richtung Hafen erkundeten wir eine der ältesten Siedlungen der Insel, den sogenannten Chew Jetty. Hier ließen sich im 19. Jahrhundert chinesische Clans nieder und bauten ihre Häuser auf Stelzen. Aktuell gibt es auf den 182 & 122 Meter langen Stegen 75 Häuser, in denen sich die Familien ihr zuhause geschaffen haben. Offizielle Öffnungszeiten sind von 9 Uhr bis 21 Uhr. In der “Hauptstraße” befinden sich vor den Wohnungen Souvenirstände, Essensstände und sogar chinesische Medizin oder Körperpflege, die zum Kauf angeboten werden. Ich hatte das Gefühl, die Bewohner fühlten sich gestört von den Touristen und haben an ihren Haustüren sogar Verbotsschilder für das Fotografieren der Wohnung angebracht. Fun Fact über den Chew Jetty: Die dort lebenden Menschen zahlen bis heute keine Steuern, da sie nicht auf dem Land leben.

 

Essen im Jetty Food Court

Mein George Town Tipp: Neben dem Chew Jetty kannst Du in der großen Food Mall, auch “Jetty Food Court” oder “CP Hawker Center” genannt, Street Food aus aller Welt probieren. Angefangen bei original malaiischen Gerichten über Thai Currys, chinesischer Ente bis hin zu japanischen Gerichten. Am Abend wird hier Live Musik gespielt inklusive Tanzeinlagen oder Live-Übertragung von Fußballspielen an den vielen Fernsehern in der Mall gesendet.

Natürlich gibt es noch viele andere tolle Restaurants, die Du unbedingt ausprobieren solltest. Eine Auswahl meiner Favoriten:

 

Tempel des Wohlstands

Von der Food Mall aus weiter der Straße folgend findest Du einen chinesischen Tempel, den Yap Kongsi Tempel, welcher 1924 erbaut und 1992 ausgebessert sowie schöner verziert wurde. Gewidmet wurde er dem chinesischen Gott des Wohlstands. Eingemeiselte Geschichten eines Krieges an den Eingangsäulen und die bunten Kacheln des Daches versprechen mehr, als wirklich im Inneren tatsächlich zu sehen ist. Noch heute leben neben dem Tempel Clanmitglieder, die sich über die Jahre dort ihr zuhause geschaffen haben.

 

Authentische, chinesische Küche: Lok-Lok

Vor meiner Unterkunft (209 Lebuh Pantai) aus konnte ich in die echte chinesische Kulinarik eintauchen und lernte “Lok-Lok” kennen. Das heißt so viel wie “dippen”. Im SS Penang Lok-Lok kannst Du Dir auf einer Ablage verschiedenes Fleisch, Gemüse oder Fisch auf einem Spieß aussuchen. Die verschiedenen Farben, mit denen alles markiert wird, kennzeichnen den Preis der einzelnen Lok Lok. Die ausgesuchten Spieße werden dann gebraten oder gegart. An jedem Tisch steht ein Topf mit kochendem Wasser, in dem Du Deinen Spieß nach Geschmack garen kannst. Preislich liegst Du zwischen 1.50 MYR und 4.50 MYR (0.35 CHF – 1.10 CHF; 0.32 € – 0.97 €). Echtes Street Food Feeling natürlich inbegriffen.

 

George Town Tipps für Kaffeeliebhaber und Interieur-Junkies

Als absoluter Kaffee-Junkie und Interieur-Fan schlug mein Herz in George Town um einiges höher. Denn die Malaien, im besonderem in der Grossstadt, verstehen etwas vom Kaffee zubereiten. Und das häufig in absolut stylischen Locations. Flat White, Cappuccino und Latte Macchiato gehören als Standard auf jede Karte. Kaltgebrauter Filterkaffee und verschiedene selbst hergestellte, geröstete Aromen machen jeden Kaffee zur Besonderheit. Hier meine Auswahl an George Town Tipps für Cafés, die Du unbedingt besucht haben solltest:

Kaffee aus dem Le Petit Four

 

Raus aus der Stadt und die Insel erkunden

… dachte ich mir und mietete mir einen Roller bei La Belle Bikes & Car Rental für 35 MYR (8.50 CHF/7.50 €) für einen Tag. Zusätzlich musste ich eine Kaution von 150 MYR (36.50 CHF/ 32.20 €) hinterlegen. Du solltest im Besitz eines Führerscheins der Klasse A sein. Zudem ist es gut, einen internationalen Führerschein bei sich zu haben. Die Kaution bekommst Du zurück, wenn der Roller ohne Kratzer und vollgetankt zurückkommt. Einen Helm und eine kleine Flasche Wasser gab es gratis dazu.

Durch den Stadtverkehr machte ich mich auf direktem Weg auf zum National Park im Norden der Insel. Hierbei half mir die App maps.me sehr, mich im Stadtdschungel und auf den Straßen der Insel zurechtzufinden. Vor Start solltest Du Dir die Offline-Karte bereits auf dein Telefon laden, wenn Du keine mobilen Daten zur Verfügung hast. Zudem solltest Du Dir unbedingt festes Schuhwerk einpacken, falls Du am Morgen nur in Deine Flip-Flops oder Birkenstocks geschlüpft bist.

Der Eintritt in den National Park ist kostenfrei, lediglich musst Du Dich als Tourist am Eingang anmelden und ein Formular ausfüllen. Hier gibst Du an wer Du bist, woher Du kommst, wo Du wohnst, welche Nationalität Du hast und Deine Nummer des Reisepasses. Dies dient zu Deiner eigenen Sicherheit, falls Du verschwindest und man nach Dir suchen muss.

Unterwegs im Nationalpark konnte ich verschiedene Tierarten beobachten und hören wie Affen, bunte Vögel, riesige Ameisen und zwei große Komodowarane. Eigentlich wollte ich gerne noch einen Wasserfall besichtigen, aber mit meinem Schuhwerk (Birkenstock) war das leider nicht möglich. So entschied ich mich wieder umzukehren und die Insel weiter mit dem Roller zu erkunden.

Auf der Insel gibt es noch eine große Früchtefarm inklusive Verkaufsraum, wo Du verschiedenstem Obst probieren und kaufen kannst. Anschließend steuerte ich einen weiteren Wasserfall an, aber auch dieser blieb mir auf Grund meines schlechten Schuhwerks verwehrt. Dieser befindet sich im Teluk Behang Forest Recreational Park im Norden von Penang. Dort kannst Du in einem der kleinen Teiche baden gehen oder Deine Füße abkühlen. Viele Familien mit ihren Kindern waren dort baden. Das Baden im Meer wird hier auf Penang nämlich nicht empfohlen. Der Grund: Rund um die Insel gibt es viele gefährliche Quallen. Mit ihren bis zu 3 Meter langen Tentakeln, erwischen sie Dich lange bevor Du sie siehst. Ich haben in den Tagen, die ich auf der Insel verbracht habe wirklich niemanden baden gesehen.

Was hältst Du von meinen George Town Tipps? Hast Du noch weitere Tipps für Penang auf Lager? Dann schreibe mir doch unbedingt Deine Empfehlungen in die Kommentare!

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Lisas Herz schlägt nicht nur für die Natur, sondern auch für die Städte dieser Welt. Auf Reisen bevorzugt sie es heute nicht zu wissen, wo sie morgen schläft. Darüber erzählt Sie auch auf ihrem eigenen Reiseblog wanderwithlilu.com

  1. […] Die absoluten Highlights meiner Reisen durch den Balkan findest Du im Artikel „Balkan-Liebe: Diese Balkan Highlights solltest Du nicht verpassen!“. […]

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