16 Tage – 10 Länder: Balkan Road Trip Route & Planung

16 Tage – 10 Länder: Balkan Road Trip Route & Planung

Mein bisher wohl verrücktester Trip? Das war eindeutig unser Balkan Road Trip im Jahre 2012. Zu viert quetschten wir uns in einen schon etwas in die Jahre gekommenen VW Golf namens Steve und machten in 16 Tage ganze 10 Länder im Balkan unsicher. “Seid ihr noch ganz bei Trost?” – wirst Du jetzt denken und die Antwort lautet: “Aber sicher!”

Das Geheimnis des Balkans liegt nämlich in den relativ kurzen Distanzen. Nur an wenigen Tagen verbrachten wir mehr als 4 Stunden im Auto. Klar hätten wir ein langsameres Tempo anschlagen können. Aber wir wollten nunmal in kurzer Zeit so viel wie möglich sehen. Würde ich es nochmal so machen? Sofort!

 

Inhalt

 

Balkan Road Trip Route

Da unsere Reisegesellschaft über Italien, Österreich und Holland verstreut war suchten wir einen gemeinsamen Ausgangspunkt, der für alle machbar ist. Die Wahl fiel auf Wien. Von dort aus fuhren wir nach Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Albanien, Mazedonien, Griechenland, Bulgarien, Rumänien, Ungarn und wieder zurück nach Wien. Die genaue Balkan Road Trip Route sah wie folgt aus:

Tag 1: Wien (AT) – Bled (SLO)
Tag 2: Bled (SLO) – Plitvice Lakes Nationalpark (HR)
Tag 3: Plitvice Lakes Nationalpark (HR) – Sibenik (HR)
Tag 4: Sibenik (HR) – Krka Nationalpark (HR) – Mostar (BIH) – Dubrovnik (HR)
Tag 5: Dubrovnik (HR) – Bay of Kotor (MNE) – Sveti Stefan (MNE)
Tag 6: Sveti Stefan (MNE) – Kotor – Budva (MNE)
Tag 7: Sveti Stefan (MNE) – Rozafa Castle (AL) – Ohrid (MK)
Tag 8: Ohrid (MK) – Kastoria (GR)
Tag 9: Kastoria (GR) – Meteora (GR)
Tag 10: Meteora (GR) – Melnik (BG) – Rila Monastery (BG)
Tag 11: Rila Monastery (BG) – Rila 7 Lakes Nationalpark – Veliko Tarnovo (BG)
Tag 12: 4×4 Tour zum Ufo Buzludzha Monument (BG)
Tag 13: Veliko Tarnovo (BG) – Bucharest (RO) – Bran (RO)
Tag 14: Bran (RO) – Sighisoara – Oradea (RO)
Tag 15: Oradea (RO) – Budapest (HR)
Tag 16: Budapest (HR) – Wien (AT)

 

Buzludzha Monument - Bulgariens verlassenes Ufo
Weiterlesen: Ein ganz besonderes Erlebnis ist der  Besuch des Buzludzha Monuments, eines ehemaligen kommunistischen Kongresszentrums in Bulgarien. Mehr darüber erfährst Du im Artikel „Buzludzha Monument – Bulgariens verlassenes Ufo“.

 

Balkan Länder: Währung, Sprache, Sehenswürdigkeiten & Nationalgerichte

Balkan Road Trip Route
Bled in Slowenien

Slowenien

Slowenien – vielen nur als Durchfahrtsstation auf dem Weg nach Kroatien bekannt und meiner Meinung nach total unterschätzt. Gelegen zwischen den Alpen und dem Mittelmeer bietet das kleine Land fast 50 km an Küste mit malerischen Städtchen und tollen Stränden, eine grandiose Natur und barocke Städte wie Ljubljana und Maribor. Mein absolutes Highlight: Bled. Dort liegt die einzige Insel Sloweniens ganz spektakulär umgeben von einem Gebirge inmitten eines Alpensees.

Währung: Euro
Sprache: Slowenisch
Nationalgerichte: Jota (Eintopf aus Sauerkraut, Kartoffeln und Bohnen), Idrija-Žlikrofi (gefüllte Teigtäschchen), Nachtisch: Potitza (Hefeteigkuchen mit Füllung) oder Prekmurska gibanica (Schichtkuchen mit verschiedenen Füllungen)
Sehenswürdigkeiten: In Bled mit einem traditionellen Boot zur Insel fahren und das Schloss besichtigen, wandern im Vintgar Gorge oder im Triglav National Park, Ljubljana und Maribor besichtigen

Der perfekte Kurzurlaub in Slowenien in 3 Tagen
Weiterlesen: Slowenien ist der Hammer! Deswegen war ich dieses Jahr im Herbst noch einmal dort. Was es dort alles zu erleben gibt? Die Antworten sowie Route, Highlights und Tipps erfährst Du im Artikel „Der perfekte Kurzurlaub in Slowenien in 3 Tagen“.

 

Balkan Road Trip Route
Schwimmspaß im Krka Nationalpark

Kroatien

Das allererste, was mir in den Sinn kommt wenn ich an Kroatien denke ist wahnsinnig klares, intensiv türkis leuchtendes Wasser. Von Wasserfällen in die Tiefe prasselnd, gegen raue Felsen oder die Bootswand prallend. Aber immer türkis. Ganze 1200 Inseln laden zum Inselhüpfen, Sonnenbaden oder Segeln ein. Wunderschöne Wasserfälle, faszinierende Landschaften und idyllische Küstenorte wollen erkundet werden. Auf keinen Fall sollte man die Plitvicer Seen (Plitvice Lakes Nationalpark) verpassen. Mehr als 90 Wasserfälle begleiten den über Holzpalisaden führenden Weg, welcher in mehreren Etappen bergab führt. Jede Wegbiegung ruft einen neuen “Wow”-Moment hervor. Interessantes Detail: Hier wurde Karl Mays „Der Schatz im Silbersee“ gedreht.

Währung: Kroatische Kuna
Sprache: Kroatisch
Nationalgerichte: Ćevapčići (Hackfleischröllchen), Ðuveč (Schmorgericht aus Reis, Gemüse und Fleisch), Punjenē paprike (gefüllte Paprikaschoten)
Sehenswürdigkeiten: Plitvice Lakes Nationalpark (UNESCO), Schwimmen im Krka Nationalpark, die Stadtmauern von Dubrovnik (UNESCO) bewandern, Inselhüpfen oder Segeln

Balkan Road Trip Route
Mostar in Bosnien und Herzegowina

Bosnien und Herzegowina

Bunte Straßenstände, ähnlich wie in einem Souk zieren die Gassen, eifrige Verkäufer bieten ihre Ware zum Kauf und alle paar Stunden ruft der Muezzin von der nahegelegenen Moschee zum Gebet. Nein, Du befindest Dich nicht im mittleren Osten sondern in Bosnien und Herzegowina. Die langjährige türkische Herrschaft hat sowohl die Kultur als auch die Architektur nachhaltig beeinflusst. Geschichtshungrige begeben sich auf die Spur der bewegten Vergangenheit des Landes während Outdoorfreunde sich an der herrlichen Natur und der romantischen Bergwelt erfreuen.

Währung: Konvertible Mark
Sprachen: Kroatisch, bosnisch und serbisch
Nationalgerichte: Bosanski Lonac (bosnischer Fleisch- und Gemüseeintopf), Ćevapčići (Hackfleischröllchen), Burek (mit Hackfleisch gefüllte Blätterteigtaschen), Nachtisch: Lokum, Baklava
Sehenswürdigkeiten: Die berühmte Brücke Stari Most von Mostar (UNESCO) besichtigen, die geheimnisvolle Buna-Quelle besichtigen, Wildwasser-Rafting und Kanufahren in Bihać, die Naturschönheiten der Kravica-Wasserfälle und im Nationalpark Sutjeska bewundern und Sarajevo unsicher machen

Balkan Road Trip Route
Sveti Stefan in Montenegro

Montenegro

Fast 200 km an Küste mit schönen Buchten und Sandstränden, fjordartige Meeresarme, die den Fjorden in Norwegen Konkurrenz machen, alpenartige Bedingungen im Durmitor Nationalpark und Bergdörfchen in denen lokale Köstlichkeiten aufgetischt werden – der selbsternannte Umweltstaat punktet auf der ganzen Ebene. Nicht ohne Grund gehörte Montenegro zu einer meiner Lieblingsländer auf dieser Reise. Mein absolutes Highlight: die umwerfende Bay of Kotor.

Währung: Euro
Sprache: Montenegrinisch
Nationalgerichte: (Ćevapčići (gegrillte Hackfleischröllchen), Raznjici (Fleischspieß), Sarma (gefüllte Weinblätter), Čorba (dicke Suppe aus Nudeln, Kartoffeln oder Gemüse), Nachtisch: Alva (zerstoßene Nüsse in Honig)
Sehenswürdigkeiten: Fjorde, die Norwegen Konkurrenz machen in der Bay of Kotor (UNESCO), die malerische Hotelinsel Sveti Stefan, die historische Stadt Kotor, das wunderschön gelegene Perast mit Rundumblick in die Bay of Kotor, der Durmitor Nationalpark (UNESCO) und der Lake Skadar vom Kanu aus

Der perfekte Dubrovnik & Montenegro Road Trip in 4 Tagen
Weiterlesen: Montenegro verzaubert! So sehr, dass ich dieses Jahr noch einmal dort war. Was es dort alles zu erleben gibt? Die Antworten erfährst Du im Artikel „Der perfekte Dubrovnik & Montenegro Road Trip in 4 Tagen“.

Balkan Road Trip Route
Albanische Straßenabenteuer

Albanien

Albanien – ein echtes Abenteuer. Ich gebe zu, wir haben nicht viel Halt gemacht. Aber ein Tag mit dem Auto durch Albanien war schon Abenteuer pur. Pferdekarren, Autos, Motorräder, Fahrräder, Fußgänger, Tiere – all das bewegt sich auf den albanischen Straßen und Autobahnen, gerne auch mal gegen den Fahrstrom. Auch neben der Fahrbahn wird es nicht langweilig. Denn hier spielt das Leben. Fische werden direkt aus dem Aquarium zum Verkauf angeboten, Kühe werden an Tankstellen in der Mittagshitze geschlachtet, alte Frauen verkaufen Obst vor ruinenhaften Häusern,… Eines ist sicher, Albanien ist alles andere als langweilig! Zu gerne möchte ich noch einmal zurück. Nur dieses Mal möchte ich Halt machen. Und dieses interssante Land besser kennenlernen.

Währung: Albanischer Lek
Sprache: Albanisch
Nationalgerichte: Fërgesë Tirane (Pfannengericht aus Fleisch- und Leberstücken mit Ei und Tomaten), Tavë Kosi bzw. Tavë Elbasani (Hammelfleisch in Jogurt überbacken), Tarator (kalte Jogurt-Gurkensuppe), Nachtisch: Oshaf (Feigen- und Schafsmilch-Pudding)
Sehenswürdigkeiten: das bunte und hippe Tirana, Lake Koman – ein grüner, von hohen Klippen umgebener idyllischer See, die UNESCO Museumsstädte Berat und Gjirokastra, die dramatische ionische Küste von Dhërmi bis Butrint und das tief in den Bergen liegende Dörfchen Theth

Balkan Road Trip Route
Ohrid am Ohridsee in Mazedonien

Mazedonien

Das “kleine Land mit dem großen Herzen”, wie Mazedonien gerne genannt wird, besticht mit byzantinischen Kirchen an glitzernden Seen, dicht bewaldeten Bergen, endlosen Weinbergen und einem archeologischen Reichtum. Mein Favorit: Ohrid am gleichnamigen Ohridsee: Kultur und Badespaß in einem.

Währung: Mazedonischer Denar
Sprache: Mazedonisch
Nationalgerichte: Tavče Gravče (Gericht aus gebackenen Bohnen), Ajvar (Paprika-Relish als Aufstrich, Beilage oder Salat), Burek (mit Hackfleisch, Käse, Kartoffeln, Pilze oder Äpfel gefülltes frittiertes Gebäckstück), Nachtisch: Tulumba (frittierte Teigröllchen),
Sehenswürdigkeiten: Ohrid (UNESCO), das spirituelle Herz Mazedoniens am Ohridsee, die Hauptstadt Skopje – ein Meltingpot der Kulturen und Religionen, Mariovo mit seinen Legenden, Gebirgsflüssen und Ruinen, Natur pur im Prespa-Nationalpark

Balkan Road Trip Route
Meteora Klöster in Griechenland

Griechenland

Wo die Götter Urlaub machen – so ein kitschiger Werbespruch. Und doch ist es nicht zu weit hergeholt. Griechenland ist ein wahres Urlaubsparadies – Jahrtausende alte Kultur, für jeden Reisetyp die richtige Trauminsel, vorzügliches Essen und Sonnenscheingarantie. Für uns war der südlichste Punkt unserer Reise die Meteora-Klöster. Ein definitives Must Do!

Währung: Euro
Sprache: Griechisch
Nationalgerichte: Souvlaki (gegrillte Fleischspieße), Moussaka (Auflauf mit Auberginenscheiben, Kartoffelscheiben und Hackfleisch), Dholmádes (gefüllte Weinblätter), Gyros (gewürztes, geschnetzeltes Schweinefleisch vom Grill im Fladenbrot), Tsatzíki (Joghurt-Dip mit Gurken und Knoblauch)
Sehenswürdigkeiten: Meteora-Klöster (UNESCO), das brausende Athen, Chalkidiki mit seinen 3 Landfingern, Inselhopping oder Segeln

Balkan Road Trip Route
Das Rila Kloster in Bulgarien

Bulgarien

Das Land, welches mich am meisten überraschte – auf positive Art und Weise – war eindeutig Bulgarien. Das Land der Kontraste ist nicht nur mit feinen Sandstränden an der Schwarzmeerküste, sondern auch mit grünen Bergen, mit winzigen Bergdörfern aber auch mit quirligen Städten gesegnet. Meine Favorit: Das wunderbar farbenfrohe Rila Kloster und das verlassene Buzludhza Monument, auch UFO genannt.

Währung: Lew
Sprache: Bulgarisch
Nationalgerichte: Schopska Salata (Salat aus Tomaten, Gurken und bulgarischem Käse), Bob Tschorba (köstliche Bohnensuppe), Kawarma (traditionelles Tontopfgericht mit Fleisch und Gemüse), Skumrija (gegrillte Makrele), Palneni Tschuschki (herzhaft gefüllte Paprika), Nachtisch: Palacinka (mit Schokolade oder Marmelade gefüllter Pfannkuchen)
Sehenswürdigkeiten: Melnik, Rila Kloster (UNESCO), Rila 7 Lakes Nationalpark, Veliko Tarnovo, Buzhludhza Monument, die historische Halbinsel Nessebar (UNESCO)

Balkan Road Trip Route
Dracula in Sighisoara, Rumänien

Rumänien

Wer nach Rumänien reist sollte Zeit mitbringen. Zeit, das Land, die Menschen, die Schönheit aber auch die weniger schönen Seiten zu entdecken. Aber auch Zeit von A nach B zu kommen. Denn mehrspurige Straßen sind hier kaum vorhanden. Zudem wird die Straße mit Pferdewagen und Menschen geteilt. Im Gegenzug erwartet einen noch unverfälschte Ursprünglichkeit, Schauergeschichten, mittelalterliche Kultur und grandiose Natur.

Währung: Rumänischer Leu
Sprache: Rumänisch
Nationalgerichte: mömöligö (Maisbrei), welcher zu allen Hauptgerichten gereicht wird. Der Hauptgang ist deftig und besteht aus einem Braten oder Fisch. Vegetarisch Alternative ist der Gemüseeintopf ghiveci
Sehenswürdigkeiten: Dracula Schloss in Bran, die mittelalterlichen Städte Sighisoara (UNESCO) und Brasov, der kunterbunte Friedhof von Săpânța, Palace of the People in Bucharest, Peles Castle, die wunderschönen Holzkirchen (UNESCO) und Bauernhöfe in den Maramureș

Balkan Road Trip Route
Budapest in Ungarn

Ungarn

Ungarn, das Land der Bäder, der Puszta und des Balatons. Das Land von Musik, Tanz und Gulasch. Doch Ungarn hat noch mehr zu bieten als das. Als Schnittpunkt zwischen Ost und West findet man hier einen einzigartigen Mix aus östlicher und mitteleuropäischer Kultur vor. Prächtige, moderne Städte treffen auf alteingesessene Traditionen, dichte Wälder auf die Weiten der Puszta und Badeparadiese auf Weingüter.

Währung: Ungarische Forint
Sprache: Ungarisch
Nationalgerichte: Bográcsgulyás (Kesselgulasch), Hortobágyi húsos palacsinta (Pfannkuchen mit Hackfleisch), Töltött Kaposzta (gefülltes Kraut), Nachtisch: Gesztenyepüré (Kastanienpüree mit Sahne), super lecker: Kürtoskalács (Baumstriezel mit Zimt und Zucker)

Sehenswürdigkeiten: Budapest (UNESCO), Hortobágy Nationalpark (UNESCO) in der Puszta, Hollókö (UNESCO), Halbinsel Thiany im Balaton, eines der vielen Thermalbäder besuchen

 

Transport: Eigenes Auto oder Mietwagen?

Ursprünglich hatten wir geplant, die Reise mit einem Mietwagen zu unternehmen. Leider ist dies gar kein einfaches Unternehmen. Denn die meisten Mietautos dürfen nicht in alle Balkan-Länder gefahren werden. Wir entschlossen uns mit dem eigenen Auto zu fahren um uns Ärger zu ersparen und zusätzliche Kosten so gering wie möglich zu halten. Wir haben diese Entscheidung bis heute nicht bereut. Zu keinem Zeitpunkt fühlten wir uns unwohl oder hatten Angst, unser Auto würde geklaut werden. Lustiger Fakt: In Albanien, ein Land von dem wir vorab viel über Autoklau und Unsicherheit auf der Straße gehört hatten wurden wir für Albaner gehalten. Das albanische Nummernschild ähnelt dem deutschen nämlich zum verwechseln. Wer einen Road Trip im Balkan machen möchte, sollte sich darüber bewusst sein, dass die Straßenverhältnisse teilweise ziemlich schlecht sind, man die Straße mit so ziemlich allem was laufen oder fahren kann teilen muss und dass alles viel länger dauert als angegeben. Nichtsdestotrotz kann ich es uneingeschränkt empfehlen.

Balkan Road Trip

Übernachtungen: Camping, Hotels, Hostels oder Ferienwohnungen

Da wir unsere Reise so kostengünstig wie möglich halten wollten beschlossen wir unsere Campingausrüstung mitzunehmen und so oft wie möglich zu zelten. Im Endeffekt hielten wir uns aber nicht durchgehend daran, in Sveti Stefan zum Beispiel mieteten wir eine komplette Ferienwohnung mit Kiwi-überwachsener Pergola, beim Rila-Kloster in Bulgarien sowie in Oradea übernachteten wir in günstigen Hotels und in Sibenik, Veliko Tarnovo sowie Budapest in einem Hostel. Das Preis-Leistungsverhältnis im Balkan ist überdurchschnittlich gut, sodass wir für unsere Übernachtungen nie sonderlich viel Geld los waren. Obwohl wir Ende August/ Anfang September unterwegs waren haben wir lediglich die erste Station unserer Reise vorreserviert – ein Campingplatz in Bled in Slowenien. Alle weiteren Unterkünfte haben wir problemlos direkt vor Ort gemietet. Wer vor hat wild zu campen dem sei gesagt, dass dies in Slowenien und Kroatien verboten ist. In Bosnien, Serbien, Montenegro, Bulgarien und Rumänien hingegen ist es erlaubt. In Mazedonien, Albanien und Griechenland ist wild campen illegal, jedoch wird dies nicht immer verfolgt. In diesen Ländern lohnt es sich bei Einheimischen rumzufragen.

 

Unsere Unterkünfte im Überblick:

Camping Bled in Bled, Slovenien (Beurteilung: Echt super, direkt am See)
Kamp Korana bei den Plitvicer Seen, Kroatien (Beurteilung: Wir haben hier aufgrund des Regens in kleinen Hütten gewohnt, sehr gemütlich)
Hotel Sibenik in Sibenik (Beurteilung: Kann ich leider nicht empfehlen, laut, heiß, stickig und stinkig)
Camping Solitudo in Dubrovnik (Beurteilung: war in Ordnung)
Apartment mit Kiwi-Terrasse in Sveti Stefan, Montenegro (Beurteilung: Wunderschöne Terrasse, netter Vermieter. Über privat gefunden, gibt dort aber ein relativ großes Angebot)
Campingplatz bei dem ich leider den Namen nicht mehr weiß in Ohrid direkt am See (Beurteilung: Günstigste Übernachtung für 14 Euro für 4 Personen mit 1 Auto und 2 Zelten, sehr spartanisch, nur kaltes Wasser und Stehklos)
Hotel Anesis in Kastoria, Griechenland (Beurteilung: Ein echtes Hotel, was für ein Luxus!)
Camping Vrachos Kastraki bei den Meteora Felsen in Griechenland (Beurteilung: Echt toll, mit Pool mit Blick auf die Felsen und eigenem Restaurant mit leckerem Essen)
Hotel Tzarev Vrah direkt neben dem Rila Kloster in Bulgarien (Beurteilung: Gut für den Preis, hat alles was man braucht und ein gemütliches Restaurant im Garten)
Hostel Mostel in Veliko Tarnovo (Beurteilung: Sehr gut, familiär, kann ich nur empfehlen)
Vampire Camping in Bran, Rumänien (Beurteilung: Außer einem Blutstropfen am „Vampire Camping“-Zeichen ist das ein stinknormaler Campingplatz. Alles in Ordnung)
Hotel Gala in Oradea, Rumänien (Beurteilung: Für unsere Reiseverhältnisse fast luxuriös. Rüschige aber gemütliche Zimmer, in Laufweite vom Zentrum)
Hostel, dessen Namen ich leider nicht mehr weiß in Budapest (Beurteilung: Typisches City-Hostel, Mehrbettzimmer, unpersönlich)

 

Kosten

Unsere Gesamtkosten für 16 Tage beliefen sich auf 800 Euro pro Person inklusive Benzin, Übernachtungen, Essen und Trinken und Ausflüge (z.B. Eintrittsgeld für die Plitvicer Seen, Ausflug zum Buzludzha Monument, Seilbahn in den Rila 7 Lakes Nationalpark etc.). Wir waren die erste Woche zu viert und die zweite Woche zu fünft unterwegs. Übernachtet haben wir wie oben beschrieben auf Campingplätzen, in Hotels, Hostels und einer Ferienwohnung. Frühstück machten wir immer selbst, abends gönnten wir uns – angesehen der günstigen Preise in den von uns bereisten Ländern – auch mal einen Besuch im Restaurant oder einer Bar. Wäre dies unsere Absicht gewesen, hätten wir sicher noch an einiges an Geld sparen können.

Und, hast Du Lust bekommen einen Road Trip durch den Balkan zu machen?

9 Gründe für den Balkan als Dein nächstes Reiseziel
Weiterlesen: Noch immer nicht überzeugt? Gute Gründe, warum der Balkan Dein nächstes Reiseziel sein sollte erfährst Du im Artikel „9 Gründe für den Balkan als Dein nächstes Reiseziel“.
Kerstin
Verfolgen Kerstin:

Kerstin hat schon früh gemerkt, dass es sich lohnt, über den "Tellerrand" hinaus zu blicken und ihr Herz inzwischen an viele Orte verloren. Auf paradise-found.de schreibt sie von ihren Reiseerlebnissen, (versteckten) Lieblingsorten und gibt wertvolle Reisetipps.

27 Antworten

  1. […] gibt’s mehr vom Balkan, unter anderem die genaue Route und die Highlights. Stay […]

  2. Kevin
    | Antworten

    Hallo Kerstin
    Meine Freundin, ich und unsere Tochter haben diesen Sommer auch vor 1 Monat lang durch die Balkan Länder zu reisen.
    Sind gerade ein bisschen am recherchieren und glücklicher Weise auf deinen Beitrag hier gestoßen 🙂
    Deine Tour hört sich schon echt schön an…
    Wollte von dir wissen was ihr pro Person dafür bezahlt oder zumindest eingeplant habt. Und evtl in was für Hotels bzw Campingplätzen ihr übernachtet habt 😉
    Lg Kevin und Anna

    • Kerstin
      Kerstin
      | Antworten

      Hallo Ihr Beiden!
      Es freut mich, dass Ihr bei der Recherche auf meinen Blog gestoßen seid. Ein Balkan Road Trip ist eine sehr gute Entscheidung! Wir haben damals 800 Euro inklusive allem (Sprit, Übernachtungen, Essen, Ausflüge etc.) pro Person bezahlt. Man kann aber sicher noch um einiges weniger ausgeben als wir das getan haben. Wir haben uns auch öfters mal etwas gegönnt und waren z.B. abends mal essen oder haben den einen oder anderen Ausflug gemacht.

      Unsere Unterkünfte:
      – Camping Bled in Bled, Slovenien (echt super, direkt am See)
      – Kamp Korana bei den Plitvicer Seen, Kroatien (haben hier in kleinen Hütten gewohnt, sehr gemütlich)
      – Hotel Sibenik in Sibenik (kann ich aber nicht empfehlen, laut, heiß, stickig)
      – Camping Solitudo in Dubrovnik (war in Ordnung)
      – Apartment mit Kiwi-Terrasse in Sveti Stefan, Montenegro (privat, gibt dort aber relativ viel)
      – Campingplatz bei dem ich leider den Namen nicht mehr weiß in Ohrid direkt am See
      – Hotel Anesis in Kastoria, Griechenland)
      – Camping Vrachos Kastraki bei den Meteora Felsen in Griechenland (echt toll, mit Pool mit Blick auf die Felsen)
      – Hotel neben dem Rila Kloster in Bulgarien
      – Hostel Mostel in Veliko Tarnovo (sehr gut, kann ich nur empfehlen)
      – Vampire Camping in Bran, Rumänien
      – Hotel Gala in Oradea
      – Hostel, dessen Namen ich leider nicht mehr weiß in Budapest

      Bei weiteren Fragen könnt Ihr mich gerne kontaktieren!
      Viele liebe Grüße,
      Kerstin

  3. jenni
    | Antworten

    Liebe Kerstin,
    ganz ehrlich diese Route merke ich mir!
    Und ja wir werden sie bestimmt befahren, mal sehn wie schnell wir sind:-)
    Schöne Bilder, schöner Text und schöne Motivation!
    Danke dafür!
    Liebe Grüße Jenni von http://www.surfdaplanet.de

    • Kerstin
      Kerstin
      | Antworten

      Liebe Jenni,
      danke für Deine netten Worte! Ich freu mich, wenn ich Dich ein wenig inspirieren konnte! Der Balkan ist einfach ein tolles Reiseziel, unbedingt ausprobieren!
      Liebe Grüße,
      Kerstin

  4. Elke von TravelElk
    | Antworten

    Hallo Kerstin,
    mit dem Bericht hast Du einen tollen Überblick über die Länder gegeben, das macht das Ganze sehr greifbar. Mich bremst beim Balkan immer die Sprachbarriere, da ich dort mit Englisch oder Deutsch wohl nicht so weit komme und ich eigentlich immer gern mit Einheimischen zu tun habe. Da müsste ich uns dann einen Dolmetscher suchen, vorzugsweise in Albanien und Mazedonien, da wären wir sonst wohl echt aufgeschmissen.

    • Kerstin
      Kerstin
      | Antworten

      Hallo Elke,
      freut mich, dass Dir mein Artikel gefällt. Vielleicht hätte ich das noch besser deutlich machen sollen. Im Balkan wird zwar in beinahe jedem Land eine eigene Sprache gesprochen, jedoch sind wir damals mit Englisch sehr gut durchgekommen. Und wenn es halt mal gar nicht geht, wird mit Händen und Füßen ausgeholfen… 🙂 Werde das mal im Artikel verdeutlichen!
      Liebe Grüße,
      Kerstin

  5. Ina
    | Antworten

    Und ich dachte, ich packe viel in 2 Wochen Reisezeit 😉 Respekt! Aber auch eine tolle Idee, einen Roadtrip durch die Balkanländer zu machen. Von den meisten Ländern habe ich ehrlich gesagt, gar keine genaue Vorstellung, aber durch deine Beschreibung bin ich doch neugierig geworden. Es lohnt sich bestimmt, diese Länder mal zu besuchen.
    Lieben Gruß
    Ina

    • Kerstin
      Kerstin
      | Antworten

      Hey Ina!
      Das ging mir vor dieser Reise genauso! Aber es lohnt sich sowas von! Wunderschöne Landschaften, tolle Strände, malerische Städtchen, jede Menge Geschichte und so viel mehr! Der Balkan überrascht – und wie!
      Liebe Grüße,
      Kerstin

  6. Petra
    | Antworten

    Oh wow wie cool! Ich hab sofort Lust, aufzubrechen! 🙂 Hab ich gleich mal gepinnt & ein Like auf deiner Facebook-Seite gelassen.

    Liebe Grüße
    Petra von http://www.anothercopycat.com

    • Kerstin
      Kerstin
      | Antworten

      Hey Petra!
      Das freut mich sehr! Ich werde Deine Reisen auch weiterhin verfolgen!
      Liebe Grüße,
      Kerstin

  7. Mireille
    | Antworten

    Wow, ich weiss jetzt wo ich im Oktober hinfahre 😀 Ursprünglich wollte ich na „nur nach Slowenien, Kroatien und Montenegro, aber das hier gefällt mir besser 😉 Wird wohl ne gute Vorbereitung für meine zukünftige Weltreise :))

    • Kerstin
      Kerstin
      | Antworten

      Hallo Mireille,
      Sehr schön, Du wirst es auf keinen Fall bereuen! “Nur” Slowenien, Kroatien und Montenegro ist ja auch schon nicht schlecht. Wow, Weltreise. Da hätte ich auch große Lust drauf! Wann geht’s los?
      Liebe Grüße,
      Kerstin

  8. Marion
    | Antworten

    Hallo Kerstin,
    toller Artikel, da bekommt man direkt Lust gleich ins Auto zu hüpfen und loszufahren 🙂
    Liebe Grüße,
    Marion

    • Kerstin
      Kerstin
      | Antworten

      Hey Marion,
      das freut mich, das war Sinn und Zweck des Artikels! 🙂
      Liebe Grüße,
      Kerstin

  9. Lu
    | Antworten

    Hi Kerstin,
    was für ein schöner Trip. Der steigert direkt meine sowieso schon riesige Vorfreude auf unseren Roadtrip nach Rumänien, den wir im Sommer machen werden. Ich bin jetzt schon ganz aus dem Häuschen und blicke den Schauergeschichten und schönen Landschaften sehr gespannt entgegen.
    Liebe Grüße
    Lu

    • Kerstin
      Kerstin
      | Antworten

      Hey Lu,
      wie toll, Rumänien! Das wird auf jeden Fall total interessant und spannend! Nur beim Dracula-Schloss in Bran solltest Du früh oder spät kommen, zu den Hauptzeiten ist es da nämlich total überlaufen. Bin schon sehr gespannt auf Deine Geschichten und werde diesen folgen!
      Liebe Grüße,
      Kerstin

      • Lu
        | Antworten

        Ah, guter Tipp mit dem Schloss. Das merk ich mir! Danke 🙂

        • Kerstin
          Kerstin
          | Antworten

          Sehr gerne! 🙂 Viel Spaß!

  10. […] bei unserem Balkan Road Trip im Jahr 2012 stand der Skuarisee auf meiner Wunschliste. Allerdings haben wir aufgrund eines […]

  11. […] Weiterlesen: Noch mehr Balkan? Komm mit auf einen verrückten Road Trip durch 10 Länder in 16 Tagen. Mehr darüber erfährst Du im Artikel „16 Tage – 10 Länder: Balkan Road Trip Route & Planung“. […]

  12. Judith
    | Antworten

    Hi Kerstin,
    toller Bericht und super Tipps. So einen Trip haben wir schon lange geplant, wir hoffen dass wir es dieses Jahr noch schaffen werden.
    LG,
    Judith

    • Kerstin
      Kerstin
      | Antworten

      Hey Judith!
      Dankeschön für Deinen Kommentar! Ich kann es Euch nur wärmstens ans Herz legen! Falls Ihr dann fragen haben solltest, lasst es mich wissen!
      Liebe Grüße,
      Kerstin

  13. Nermin
    | Antworten

    Wieviele Kilometer waren das dann insgesamt? Steht leider nicht im Artikel. Liebe Grüße,
    Nermin

    • Kerstin
      Kerstin
      | Antworten

      Hallo Nermin,
      insgesamt waren wir 4107 km unterwegs in gut 2 Wochen. Wenn ich es nochmal machen würde, würde ich mir mindestens 3 Wochen Zeit nehmen für die dargestellte Route, in der zweiten Woche waren wir viel im Auto weil die Strecken in Bulgarien und Rumänien relativ weit sind und man langsam voran kommt.
      Liebe Grüße, Kerstin

  14. David Löhnert
    | Antworten

    Hallo Kersin!
    Könntest du eventuell die Kosten etwas genauer aufschlüsseln? Du schreibst etwas von 800 Euro pro Person (bei 4 Mitreisenden), aber manche Kosten sind ja fix (wie z.B. Sprit, Auto-Mietkosten, …). Da wir die Reise nur zu dritt oder gar zu zweit machen wollen, müssten wir das auch entsprechend berücksichtigen. Ich hoffe, ich mache dir damit nicht zu viele Umstände, aber es würde uns sehr helfen…

    Danke und schöne Grüße! 🙂
    David

    • Kerstin
      Kerstin
      | Antworten

      Hallo David,
      schön, dass Du Dich für einen Balkan Road Trip interessierst! Leider kann ich Dir die Kosten nicht mehr genau aufschlüsseln, weil unsere Reise schon 5 Jahre zurückliegt. Allerdings kann ich Dir sagen, dass diese Kosten keine Mietwagengebühren enthalten haben, da wir mit dem eigenen Auto reisten. Falls Ihr darüber nachdenkt einen Wagen zu mieten würde ich ganz genau studieren in welche Länder dieser gefahren werden darf. Auch können die Kosten wie bereits erwähnt sehr viel günstiger ausfallen wenn dies gewünscht sein sollte. Wenn wir lediglich selbst gekocht hätten und nur auf Campingplätzen übernachtet hätten hätten wir sicher 150-200 Euro pro Person sparen können.
      Ich hoffe, ich konnte Dir ein klein wenig weiterhelfen. Wenn Du noch offene Fragen hast, sag gerne Bescheid!
      Viele Grüße,
      Kerstin

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